



Der Schweizer Narr findet, wer sich mit Wirtschaftszyklen auseinandersetzt, der sollte sich neben anderen Wirtschaftstheorien, auch mit dem ausführlichen Werk von Karl Marx und Engels auseinandersetzen.
Dies sagte ich auf meiner Blog-Vorwortseite zu diesem Artikel.
Leider ist das dreibändige Werk ‘das Kapital’ des Deutschen Ökonomen Karl Marx, aber sehr umfangreich. Die Länge erklärt sich allerdings aus dem Komplexen der Materie.
Um meinen Lesern dennoch einen Einblick zu verschaffen, habe ich hier eine Zusammenfassung verlinkt, in welchem Wal Buchenburg (Verlag Wissenschaft und Forschung Berlin, 2006) versucht den Lehrstoff gekürzt und verständlich aufzubereiten, und zwar in Form einer Audio-Datei.
Um das gesamte Werk durchzuhören, klicken Sie bitte hier.
Um einzelne Teile (Audio-Dateien) herauszusuchen, öffnen Sie bitte diese Webseite.
Ergänzend dazu gibt es noch ein Buch dazu:
Karl Marx: Das Kapital, Kurzfassung aller drei Baende, 2. verb. Aufl. Kommentiert und zusammengefasst von Wal Buchenberg. VWF-Verlag Berlin. ISBN 3-89700-430-5. 485 Seiten. 25 Euro.
Der Schweizer Narr referenziert mit Karl Marx eine Sichtweise auf den Finanzmarktkapitalismus, wie dieser zur Zeit dieses Ökonomen wahrgenommen werden konnte. Es scheint aber unumstösslich zu sein, dass seine Kapitalismus Theorie auch in diesem Jahrhundert noch immer Vorgänge, die in der Wirtschaft von Heute geschehen mögen, vortrefflich abzubilden vermag. Neben neueren Wirtschaftstheorien ist es daher aus meiner Sicht unerlässlich, auch das Werk ‘der Kapitalismus’ von Karl Marx, zur Kenntnis zu nehmen.
Sein Werk löste unter den Menschen seiner Zeit buchstäblich revolutionäre Visionen hervor, wie man den Kapitalismus überwinden könnte. Diese revolutionären Ideen führten schliesslich zum Tod von Millionen von Menschen, so die Sichtweise von vielen Menschen unserer Generation.
Der Schweizer Narr weist jedoch darauf hin, dass die Ursachen dieser Auseinandersetzungen aus den Machtverhältnissen entstanden ist, welche durch jenen durch Marx beschriebenen Kapitalismus ausgelöst wurde, welcher immer wieder zu grosser Vermögensungleichheit und folglich zu Ungerechtigkeit führt. Gemeint sind die Wirtschaftszyklen des Marktes, welche immer wieder darin kummulieren, dass der Besitz und die wahrgenommene Selbstverwirklichungschance zwischen den Marktteilnehmern, in grossem Armutsgefälle auseinanderdriftet.
Die Wut in den USA über hohe Managergehälter und rücksichtslose Abzockermentalität wiederholte sich in der Geschichte, nicht erst seit 1929. Alleine über die Zeit wo Marx lebte, wurden mehrere solcher Zyklen durchlaufen. Leider vergessen das die Menschen in den aufstrebenden Wirtschaftszyklen, ein ‘Wirtschaftswunder’ lässt die Menschen schnell glauben, dass man dem Markt alleine vertrauen könne. Die Ereignisse in der Geschichte sind dann nur noch Stoff für ‘weltfremde’ Wirtschaftshistoriker. Nicht selten werden diese dann sogar ausgelacht und verspottet, wenn sie auf die Gefahren einer Wirtschaftsdepression hinweisen. Immer wieder wird ihnen dann gesagt, dass sich dies nicht mehr wiederholen könne.
Die Ereignisse im Jahre 1929 in den USA sind in den Aufschwungphasen in den letzten Jahrzehnten praktisch vollkommen aus dem Gesichtsfeld der breiten Öffentlichkeit verschwunden, bevor sie dann selbst an den Universitäten fast dem Vergessen anheim gestellt wurden. Stattdessen wurden Studenten, auch in der Schweiz, Börsenspiele vorgesetzt, in denen sie sich im Schneeballsystem des aufstrebenden Marktes auszubilden hatten.
In solchen Zeiten wird es selbst für Wirtschaftsethiker schwierig zu existieren, ihr Fach wird aus der Prioritätenliste der Ausbildung entweder reduziert, oder dann zum ‘dies eben auch noch’ -Fach ins lächerliche um gedeutet.
Auch wenn der Schweizer Narr nicht mit allem einverstanden ist, was aus der Kapitalismus-Betrachtung von Karl Marx hervorgeht, so scheint es mir sehr merkwürdig, wie ignorant neuere Wirtschaftstheoretiker und vor allem die Politik, damit umgehen.
Ein aus meiner Sicht ziemlich trocken vorgetragenes Video erklärt die Weltwirtschaftskrise aus Sicht marxistischer Betrachtung. Dabei gefallen mir aber gewisse Kommentare nicht, welche andere Theorien vor allem dem Bereich des “Klassenkampfes” zuführen wollen, so als würden andere Theorien lediglich zum Zwecke der Ausbeutung erschaffen worden sein.
Wenn eine Theorie schliesslich zu Ausbeutung führt, so liegt dies unter Umständen nicht an der Theorie, sondern das könnte auch darin zu finden sein, dass andere Theorien eben aus Sicht jener geschaffen wurden, welche für die Marktteilnehmer Chancen zum Wohlstand eröffnen wollen, die sie benutzen.
Die marxistische Betrachtungsweise betont stark die Gefahren sozialen Ungleichgewichts, während andere Theorien die entstehenden Ungleichgewichte als massgeblich wichtig ausführen, um überhaupt im System des Kapitalismus operieren zu können, um nicht unter zugehen darin. Der Schweizer Narr sieht in der Verschiedenheit der Wirtschaftstheorie (Aus Sicht der Benachteiligten, aus Sicht der Profiteure) aber geradezu einen Grund, jede dieser Betrachtungsweisen wie Pole zu betrachten, die man eben alle kennen muss.
Natürlich ist es so, Ungerechtigkeit will niemand haben, ich unterstelle keinem Menschen dass er lediglich Ausbeutung anderer Menschen zum Ziel hat. Für die Zukunft kann ich mir sehr wohl die Koexistenz zwischen sozialbetonter (marxistischer) Betrachtungsweise und marktorientierter Betrachtung vorstellen. Ein Stichwort hierzu wäre die Einführung eines Grundeinkommens für alle, aber die Marktbeherrschung darüber hinaus einem privatisierten Markt (kontrolliert aber durch den regulierenden Einfluss der Politik), zu überlassen.
Der Schweizer Narr hat weder Lust auf Kommunismus noch auf ungehemmten freien Markt ohne Regulierung.
Sehen Sie nun also, mit dieser Vorbemerkung, das Video ‘Grundlagen der Weltwirtschaftskrise’ aus Sicht des Marxismus.


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Ja, gut, Marxismus nutzt noch vielleicht etwas, kritische Haltung gegebüber dem Kapitalismus, usw. Aber um den heutigen Kapitalismus in Grund und Boden zu verdammen reichen die sog. “bürgerlichen” Theorien vollends! Ökonomen wir joseph Stiglitz z.b., die keine marxoiden methodologischen Zweifel haben an der orthodoxen Ökonomie, liefern trotzdem eine sehr tiefgehende Kritik am Kapitalismus. Der Unterschied ist, dass heutzutage keiner mehr glaubt an die sozialistische Utopie. Und darüber hinaus sind Marxisten relativ wenig belesen, nicht sehr gut informiert, tendieren zum Dogmatismus, usw.
Ich möchte unterstreichen, dass der Marxismus einen zu starren theoretischen Bezugsrahmen darstellt für das verständnis der Wirtschaft. Aber das ist kein Problem mehr. Weil wir den Marxismus nicht mehr brauchen.
Marx ist für das Durchschnittsdenken tot. Einige kritische Geister erinnern sich an ihn.
Was haben sie davon? Wozu ist Marx ihnen notwendig?
Lenin ist für alle tot. Da sind sich alle Geister einig.
Keine Frage!
Ich wundere mich darüber und verstehe es nicht.
Bevor wir denken und sprechen, versichern wir erstmal, daß wir keinen Kommunismus wollen.
Was wäre, wenn Lenin der weggeworfene Schlüssel aus diesem Irrenhaus wäre?