



Für ca. 1 Million arbeitslose US-Amerikaner dürfte das Auslaufen der staatlichen Hilfsprogramme schon am 28. Februar 2010 Grauen und Entsetzen auslösen. Während Barack Obama am Fernsehen öffentlich über das nahe Ende der Hilfspakete an die Wirtschaft spricht und über Exit Strategien aus der Liquiditätsfalle, am WEF um Massnahmen für die Wirtschaft verbal gezockt wird, zittern Millionen um ihr nacktes Überleben.
Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, dann werden im Februar die bereits einmalig verlängerten Hilfszahlungen unter dem ARRA-Programm
an Arbeitslose Menschen eingestellt. Millionen werden danach ihrem traurigen Schicksal folgen müssen.
Ausgerechnet der Demokrat Bill Clinton, welcher die US-Sozialhilfe zum ‘workforce office’ umfunktionierte, schuf damit einen Abgrund für die Arbeitslosen, der sie nun in wirtschaftlich schlimmen Zeiten ohne jegliche Hilfe auf die Strasse verbannt. (Schröders Hartz IV ist davon inspiriert worden, genauso wie unter solchem Einfluss in der Schweiz die Arbeitslosengesetze angepasst wurden). Nachdem unter dem Regime des ‘workforce office’ unzählige working poor peoples entstanden sind (immerhin noch überlebensfähig), werden sie nun auf die kalte Strasse klatschen gelassen. Selbst der Schutz der noch arbeitstätigen Bevölkerung funktioniert nicht mehr. Die Gefängnisse sind überfüllt, Millionen sitzen inzwischen im ganz speziellen workforce office eines Sheriffs.
Während sich die Finanzlobby im Jahr 2009 über die Rettungspakete viel zu viel Fett anfressen konnten, gehen voraussichtlich im März in vielen US-Haushalten die Lichter aus, für immer. Während man bei Goldman Sachs 2009 durchschnittlich 470000 US$ im Monat verdiente, gehen diese ausgemusterten Arbeitlosen demnächst auf der Strasse beteln. Einige werden wie bisher schon in eine Militärkarriere flüchten, wo sie dann etwa in Afghanistan arbeitlosen Taliban gegenüberstehen.
Viele Menschen werden erst im Jahr 2010 entdecken, was es bedeutet von dem neuen ‘Sozialismus für Reiche’ bei lebendigem Leibe verstossen zu werden. Der Sozialismus für Reiche ist leider nicht zuletzt ein Produkt sozialdemokratischer Wendehälse, so wie sie über Bill Clinton, ex Kanzler Schröder oder Tony Blair sichtbar wurden. Weder Clinton noch Schröder haben versucht, der Globalisierung ein menschlicheres Antlitz zu geben. Stattdessen wurde auch unter ihrem Regime die Bevölkerung regelrecht an die Finanzlobby verraten und verkauft. Kriege wurde geführt und Milliarden im Rüstungsgeschäft verdient, auch Obama liess die Geldkorken für das Militär vor kurzem wieder knallen.
Egal ob unter Helmut Kohl oder Schröder, der kapitalistische neoliberale Wahnsinn liess die Politiker den Ausverkauf des Staates in die Privatisierung verkünden, eine Vermögensumverteilung unvorstellbaren Ausmasses im Sinne US-Amerikanischer Schneeballprinzipien wurde initiert. Den Banken wurde es gestattet ständig neue Finanzprodukte zu schnüren und sie bis nach Osttimor zu verteiben.
In westlichen Universitäten wurde während der Wirtschaftsethik Stunde gelacht und gesoffen, die Professoren verhöhnt. Es lebe der Börsenkapitalismus, Heute Nachmittag zeigt Professor Pandit wie man die Banken internen Hebel einsetzt um aus billigem Notenbankgeld Boni zu generieren.
Schröder mit seiner Zuger Briefkastenfirma lehrte seiner (neoliberalen) sozialdemokratischen Elite wie man mit dem neuen alten Freund Putin Geschäftsvervindungen über die Schweiz führt und Joschka Fischer zeigt es den Grünliberalen wie man aus grünem Gas sich Knete für die Rente macht. Na sicher, Leute wie der Schweizer rechtsliberale Rudolf Merz sind schlimmer, welche noch schnell kurz vor der Vernehmlassung Gesetze für die Reichen in ein neues Wohneigentumsgesetz einmogeln, aber stetiger Sand höhlt den Stein. Sowohl die politische Rechte wie die Linken haben dermassen auf den Bruch des Solidaritätsgedankens hin gearbeitet, dass auf der rechtspopulistischen Seite der Raum zur Entfaltung ihrer nationalistischen Machtphantasien geschaffen wurde. Der Absturz der deutschen Sozialdemokraten SP ist zwar zu bedauern, aber der Rückblick in Zeiten wo sie an den Machthebeln zogen… es war eine endlose Folge neoliberaler Gehirnwäsche, welcher in der Regel dann wohlgesonnene Einladungen in dubiose Geheimclub’s wie den Bilderbergern folgte.
Die Wahrheit, nämlich dass Vollbeschäftigung in Zukunft immer mehr zu einem Wunschtraum wird wagt keiner der Politiker zu sagen, weder von Links noch von Rechts. Die Wahrheit ist es, dass nur über eine Globalisierungspolitik mit strengen sozialethischen Regeln und im Sinne ökologischer Nachhaltigkeit unseren Kindern und Nachfahren ein Leben in Würde geschaffen wird. Die Uhr des Ausverkauf der natürlichen Ressourcen der Erde tickt genauso wie umgekehrt die technologische Entwicklung bereits Heute Lösungen anzubieten in der Lage wäre um Armut Weltweit zu verhindern.
Nur wenn die generierte Geldmenge der Notebanken jeden Erdenbürger gerecht erreicht, kann die Menschheit zu einer globalisierten Einheit verschmelzen. Der interne Aufstieg des alten neoliberalen Finanzmachtstrategen Paul Volker vor Barack Obama, lässt hingegen nichts Gutes für die Zukunft vermuten, ebensowenig wie der Hinweis von Sarkozy am WEF, dass es neben dem Kapitalismus ‘keine Alternative’ geben würde.
Vorsicht vor weiterem Rotstift im Sozialbereich! Der Schweizer Narr hat hier bereits vor Monaten beschrieben, dass jede die Liquidität abbauende Exit-Strategie nicht auf Kosten eines weiteren Sozialabbaus gehen darf. Aber die Mahnungen waren vergeblich, wie jedes Geklirre meiner Narrenglocken die bereits lange vor dem Geldregen über den Zockerbankern vor dem unwiederbringlichem Verlust dieses ‘Spielgeldes’ auf Staatskosten warnten.


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