24 Jan 2010 @ 1:20 PM 
 

Abstrafung des Schenkens, zuviel Liquidität am Finanzmarkt

 
Vorlesen mit webReader

helikoptergeld

Das Jahr 2010 und darüber wird für die Notenbanken des Westens zu einem wahren Spiessrutenlauf, denn die Milliardengeschenke an den Finanzmarkt haben grosse Löcher in die Staatshaushalte gerissen. Fast unerkannt vor der Öffentlichkeit haben sie mit dem Versuch begonnen ihre Exit Strategien umzusetzen, um dem Markt die hohe Liquidität wieder zu entziehen.   Die Europäische Zentralbank, die FED und die US-Regierung, die Schweizerische Nationalbank,  die Chinesen usw. sehr viele Nationen sind beim Versuch dabei. Dass es sehr schwierig wird, dies zeigt sich zum Beispiel in Japan welche noch immer unvermindert gewaltige Finanzspritzen in die Wirtschaft einschiesst. 

Grosse Finanzinstitute gehen in der Regel nicht wegen riesiger Verluste unter, sondern mangels Liquidität. Dies sagte Junichi Ujiie, Präsident des japanischen Finanzkonzerns Nomura in einem Interview mit der NZZ. Herr Ujiie glaubte im Interview aber noch daran, dass die grossen Industrienationen die Liquidität noch weiterhin aufrecht erhalten würden. Die Aktivitäten vieler Nationalbanken lassen aber etwas anderes annehmen, die Experimente mit Exit-Strategien haben bereits seit einigen Monaten begonnen.

Die seit Wochen zunehmende Verunsicherung an Börsen zeugt davon, dass die Marktteilnehmer zunehmend die Wirkung verschiedener Exit-Strategien verspüren. In den Bilanzsummen einiger Notenbanken ist sichtbar wie sehr die gewaltigen Geldzuflüsse zurückgekommen sind. “Um das gleiche Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt wie Ende 2006 zu erreichen, müsse die Bilanzsumme allerdings noch kräftig fallen.” 

Um Überschuldungskrisen wie jene in Griechenland zu vermeiden und die Gefahr von Staatskrisen zu reduzieren, kann es aber nur eine Richtung geben, nämlich sparen und die Liquidität zurückzufahren. Der Finanzmarkt wird dies auf jeden Fall in den nächsten Jahren spiegeln, genauso wie er seit März 2008 unter süssem Geldrausch der Rettungspakete die Börse aufgebläht hatte.  Die Politik wird zudem versuchen, die Staatsverschuldung über verschiedene Belastungen seiner Bürger zu vermindern, wobei den Politikern oft nichts besseres in den Sinn kommt als weiterhin Raubbau bei Sozialinstitutionen zu betreiben.   Die Politiker sind intensiv auf der Suche nach jenen Minderheiten, von denen für sie am wenigsten Gefahr ausgeht, wenn sie geplündert werden.  Gemäss UNICEF wurde die Zahl verwahrloster Kinder in der Welt wiederholt grösser, die Institution macht dafür auch die Finanzkrise verantwortlich. Die Anzahl sogenannter working poor ist ebenfalls im Ansteigen begriffen. Der nach wie vor im Sozialbereich fast unregulierte Weltmarkt wird unter den Auswirkungen der Liquiditätsfalle den Ärmsten der Armen noch mehr zu leiden geben.

Der Schweizer Narr hatte bereits vor zwei Jahren die Ansicht vertreten, dass die Bürger erst während der Rücknahme der Liquidität das wahre Ausmass der Finanzkrise zu verstehen beginnen werden. So werden die Menschen im Westen in den nächsten Jahren verstärkt bemerken wie sehr sie von der Politik an die Finanzlobby verraten und verkauft wurden.

Tags Tags: , , , , , ,
Categories: Finanzen
Posted By: sCHwizzer Narr
Last Edit: 24 Jan 2010 @ 04 19 PM

EmailPermalink
 

Responses to this post » (None)

 

Post a Comment

You must be logged in to post a comment.

\/ More Options ...
Change Theme...
  • Users » 1
  • Posts/Pages » 344
  • Comments » 201
Change Theme...
  • VoidVoid « Default
  • LifeLife
  • EarthEarth
  • WindWind
  • WaterWater
  • FireFire
  • LightLight

Fraktal Design



    No Child Pages.

Das Kapital



    No Child Pages.

Print Service



    No Child Pages.

Emo Art



    No Child Pages.