




Der Bau von ‘Orten des Lichts’ ist verboten.
Der Wortlaut entspricht einer Arabischen Übersetzung jenes neuen Wortlautes in der Schweizer Bundesverfassung, zu der sich eine hohe Mehrheit von Schweizerinnen und Schweizern am Wahlwochenende entschlossen hat. Minarett heisst übersetzt ‘Ort des Lichts’.
Yoda (Star Wars): “Zorn, Zorn, Angst, Aggression. Die Dunkle Seite sie sind. Wenn den dunklen Weg einmal du betrittst, er für immer dein Schicksal bestimmen wird.”
Die Wahlprognosen lagen falsch,weil die WählerInnen in Umfragen offenbar nicht immer die Wahrheit* über ihr Wahlverhalten offenbaren wollten. Das schlechte Gewissen der Menschen machte den Wahlbeobachtern also einen Strich durch die Rechnung. Den Schweizer WählerInnen war zuvor klar gewesen, dass ihre Stimme gegen Internationales Recht verstossen würde und der Eintrag in der Verfassung einen Austritt vom Europäischen Menschenrechts Gerichtshof provozieren könnte.
Anders ausgedrückt, die SchweizerInnen wählen bewusst ‘die dunkle Seite der Macht’, einen widersinnigen und unnützen und Völkerrechtsiddrigen Eintrag in der Bundesverfassung, weil sie anders ihre gegenwärtige Angst und Unsicherheit nicht zum Ausdruck bringen können. Die Schweizer Muslime müssen als Sündenböcke herhalten, weil Herr und Frau Schweizer unter wirtschaftlichen Sorgen leiden und sie die Verantwortung dafür dem Ausland und ‘fremden bedrohlichen Kulturen’ zuweisen, besonders noch wenn die Ressentiments seit Jahren von der Presse gepflegt werden.
* (“Die Leute trauen sich nicht, ihre wahre Meinung zu sagen, wenn sie das Gefühl haben, sie sei unkorrekt und werde vom Befrager abgelehnt”, erklärt der Zürcher Politikwissenschaftler Michael Hermann die Abweichungen zwischen Umfragen und Votum.)
Die Schweizer Gossenpresse ‘Der Blick’ spricht seinen Lesern, die zu hohem Anteil Minarettgegner sind, ins Gewissen:
Wir müssen uns nicht schämen!
Nein, wir schämen uns nicht!
Der Schweizer Narr klirrt mit den Glocken: Sigmund Freud lässt grüssen
Es ist offensichtlich: Wer bezahlt, der vertritt die richtige Moral bei der Gossenpresse ‘Blick’. Der Kaufpreis des Presseproduktes lohnte sich Heute doch für viele Leser, denn der ‘Blick’ erledigt den unangenehmen Ablasshandel für seine Leserschaft und spricht sie für wenig Geld von Sünde frei.
Wie die Richter in Strassburg das sehen, werden die Schweizer noch erfahren.


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Die Emotionen bestimmen das Denken – nicht umgekehrt, leider.
Ich bin ein Fan von Yoda, und nicht nur wegen seinen tollen Satzstellungen. Mit diesem genialen Neuronenkurzschluss hast Du Dich wirklich selber übertroffen!
Das trifft so was vom Kern der Sache, resp. Emotionen.
Glücklicherweise zeigt die Hirnforschung, dass Neuronenverbindungen nicht in Stein gemeisselt sind – es bleibt also noch etwas Hoffnung, sofern gewisse Kreise es zulassen, dass sich die Emotionen abkühlen können. Vielleicht lesen diese Kreise Deinen Blog nicht und sind bald mal ihre Kohle los.
Uhh, blöd gedacht, dann geht’s wahrscheinlich erst richtig los mit der Angst…