25 Mrz 2009 @ 10:51 PM 
 

Realwirtschaft kollabiert

 
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2die_entwicklung

Nimmt man die aktuellen Export/Import- Zahlen aus Japan zum Ausdruck (25 März 2009) für die globale Situation der Realwirtschaft, so müsste ein struktureller Kollaps auch in Europa in wenigen Monaten bevorstehen.

Japan exportierte im Februar 70% weniger Autos in die USA, 85% weniger overall wird nach Russland exportiert. Der Durchschnitt der Einbrüche im Export Weltweit beträgt ca. 50%.

japan-februar

Seit Erfassung der Daten im Jahr 1974 wurde noch niemals ein dermassen grosser Einbruch registriert, schon gar nicht in dieser Streuung über die gesamte Welt.

Da die meisten Konzerne der Realwirtschaft irgendwelche Produkte aus Japan in ihren Einkaufslisten führen müssen, so stellt sich die Frage nach einem kommenden Flaschenhals in der Versorgung mit Produktionsgütern, besonders in weniger wohlhabenden Staaten. Die ostasiatische Wirtschaft hat mit 4,9 Prozent den zweithöchsten Anteil am Welthandel.

Als ob dies nicht genug wäre, so warnt LEAP vor einem möglichen weltweiten Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung, nicht lange nach dem G20 Gipfel, im Fall dass dort nicht die erwünschte Neustrukturierung der Weltwirtschaft ausgelöst wird. LEAP sagte bereits die Subprime Krise recht genau voraus, täuschte sich nach Wissen des Schweizer Narren jedoch beim Kollaps des US$, welche gemäss LEAP bereits hätte eintreten sollen. Hingegen hat die Organisation die weltweite Ausdehnung und tiefe der Krise wiederum etwas weniger drastisch voraus ermittelt.

Tatsächlich aber erscheinen in Anbetracht der neuen Zahlen aus Japan die Prognoseinstitute wieder einmal hinterher zu hinken. Auch die Politik in Deutschland etwa und in der Schweiz scheint offensichtlich noch immer in falschen Phantasien zu leben.  Der Einbruch in Japan kann auch als Zeichen für die Zunahme von protektionistischen Massnahmen gesehen werden, welche die Krise gemäss historischer Erwägungen zusätzlich verstärken müssten.

Die Zahlen aus Japan besagen, dass sich dieses Land, schon oft Indikator für weit ausgedehntere Krisen, seit mindestens Januar in einer schweren Depression befindet. Nach dem Abbau der Lagerbestände in den USA und Europa wird diese Depressionslage auch hier eintreffen. Wie LEAP voraussagt, müsste die G20 um dies zu verhindern, der US$ als Reservewährung abgelöst werden.Somit sind sie mit den Chinesen einig und es kommen ständig neue Wirtschaftspersönlichkeiten hinzu, welche in das gleiche Krebholz schlagen, so auch die Weltbank. Selbst in den USA wird offenbar neu disponiert.

Der Schweizer Narr nimmt an, dass dieser G20 Gipfel vermutlich eher ein flop wird, bis auf eine Ausnahme, nämlich irgendwelche Abmachungen um Steueroasen zu bekämpfen. Auch die USA Fankreich und andere Staaten bereiten zum Gipfel der G20 einen entsprechenden Vortrag vor. 

Damit, so sieht dies der Schweizer Narr, wird die Schweizer Wirtschaft in Zukunft weit stärker betroffen werden als von der Politik vorausgesagt. Im Besondern werden dann notwendige Wirtschaftsbelebungsprogramme eben noch nicht beschlossen sein, weil die Gefahr in Regierung und Nationalrat/Ständerat verharmlost und gar ignoriert wurde.

Die Schweiz wird somit voraussichtlich die Abwärtsspirale Deutschlands einholen, und gegen Ende dieses Jahres sogar um mehrere Prozente überholt haben.

IFO Kunjunkturuhr Deutschland vom 25 März

IFO Kunjunkturuhr Deutschland vom 25. März

Besondere Schwierigkeiten sind in der Schweiz bei BVG-Kassen und der AHV/IV zu erwarten und die Kurzarbeit könnte zu Massenarbeitslosigkeit im Jahr 2010 eskalieren.

Der UBS KMU Barometer vom 19. März 2009

Der UBS Schweiz- KMU Barometer vom 19. März 2009

Auf eine solche Situation ist die Schweiz nicht vorbereitet, aber wenn es zutrifft was LEAP orakelt, dann kommen Weltweit die Regierungen ins wanken.

Die Öffentlichkeit wird nach Meinung des Schweizer Narr nicht transparent über die drohende Gefahr informiert, hingegen wird sogar verharmlost. Möglicherweise ist dies auch durch das Versagen der Prognoseinstitute mit verursacht (der Schweizer Narr berichtete bereits). Der Schweizer Politik wird nun der Lobbyismus zum Verhängnis, welcher den Politikern allesamt ein Sprechkorsett auferlegt. Besonders peinlich ist die Gefahrenunterschätzung bzw. Lobbyistische Ignoranz, bisher im Bereich Bankgeheimnis und Steuerhinterziehung gewesen.

 

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  1. [...] Offener Brief an die G20 Von der LEAP/E2020 hier dokumentiert. (via SN) [...]

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