26 Feb 2009 @ 7:29 AM 
 

Suppenküche reloaded und Auswege daraus

 
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Die Suppenküchen in den USA sind zunehmend überfordert

In den USA ist es nach etwa einem halben Jahrhundert wieder soweit, trotz harter Arbeit der neuen Generationen laufen die Suppenküchen wieder auf Hochturen. 

Erschreckende Zahlen werden aus New York vermeldet, dort ist die grösste Suppenküche der USA eingerichtet. Der Gouverneur der Stadt, David Patterson rechnet damit, dass im Staat New York über das Jahr 2009 hinweg 3,5 Millionen Bürger auf die Nothilfe mit Nahrung angewiesen sind. Unter ihnen würde man 2 Millionen Menschen finden, welche nie zuvor in einer Suppenküche waren.

Wer glaubt dass Europa diesmal ohne solche Szenarien davonkommen wird, der muss vermutlich eines Anderen belehrt werden. Der Effekt, nämlich das Lebensmittel entgegen anderen Produkten teurer werden, der macht die Situation in den USA derzeit nicht einfacher. Vermutlich wird dies auch alsbald in unseren Breiten zu spüren sein, bis etwa gegen Ende 2009, Anfang 2010.

Die Kosten für die Stützung der Banken steigt unvermindert an. Um zu sehen wieviel sie über die Jahre zu bezahlen hätten, wenn Sie US Bürger wären, können Sie diesen Bail-out Kalkulator benutzen:

 


 

 

Die Japan- Analogie

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Diese Tabelle, vor Kurzem aus Japan erhältlich, sie zeigt wo es auch in Europa lang gehen wird. Japans Exporte weisen darauf hin, dass die Wirtschaftskrise nun die ganze Welt erfasst hat. Seit Jahrzehnten beliefert das Land mit seinen Produkten die Absatzmärkte dieser Welt, so können die publizierten Zahlen ein Hinweis sein, wie stark der Produktionsrückgang auch in Europa sein dürfte in einigen Monaten.

Anmerkung:Auch die Finanzial Times Deutschland befasst sich mit dem Welthandel.

Nachdem die Finanzkrise zuerst die Banken ins wanken gebracht hatte, griff die Verunsicherung Ende letzes Jahr auf die Realwirtschaft über. Nachdem viele Staaten mittels Staatshilfen die Finanzkonzerne zu stabilisieren suchten, beruhigte sich die Situation im Bankensektor etwas. Dies scheint jedoch nur vorübergehend gewesen zu sein, denn seit Anfang Jahr kehrt die Beunruhigung über den Zustand der Banken wieder zurück. Der Schweizer Narr hatte hier früher bereits angemerkt, dass Vertrauen in die Politik des Staates ein Schlüssel zur weiteren Beurteilung der Banken sein dürfte. Langsam dämmert es wohl vielen Marktteilnehmern, dass die finanziellen Ungleichgewichte selbst für grosse Staaten zu gross sein könnten. Die Verunsicherung über den Zustand der Banken, sie lässt sich an den Credit default Swap Papieren ablesen. Neben dem dass diese Papiere selbst wieder eine Bedrohung darstellen für die Märkte, geben sie aber vor allem Auskunft über das Vertrauen welches man zum Beispiel den Banken noch entgegenzubingen gedenkt. CDS sind gehandelte Versicherungspapiere mit denen man sich gegen Verluste schützen kann.  Gegenwärtig scheint die Verunsicherung über die Zukunft der Grossbanken wieder grösser zu werden. Dies will heissen, nachem der Staat deren Verluste zum Teil übernommen hatte, dass nun das Vertrauen gegenüber der Effizienz der Staatshilfen verloren zu gehen scheint.  

Ein ungewisser Ausblick in die Zukunft und ein bekannter in die Vergangenheit

 Der Schweizer Narr fasst mehr oder weniger kurz zusammen was bisher geschah und was aus verschiedenen Gründen sehr wahrscheinlich unvermeidlich kommen wird.

Wichtig für Ihr Verständnis ist es, wenn Sie verstehen, dass Arbeit eine solche Situation nicht mehr lösen kann. Nur noch entweder eine andere politische Herangehensweis den Markt zu steuern oder aber die weitgehende Vernichtung allen Vermögens, können eine solche Depression stoppen.

Leider ist es aber so, dass sich die Politiker  wahrscheinlich nicht einigen werden und genau das Gegenteil von dem tun werden was Notwendig wäre. Plump gesagt, es sollte eine effiziente Vermögensumverteilung von Oben nach Unten geschehen. Die Situation ist eben deshalb verfahren, da wir es mit einem von mir so genannten peak credit growth zu tun haben. Die reichsten Menschen haben soviel Vermögen angehäuft, dass viele Menschen aus den unteren Schichten, ihre Schulden nicht mehr bezahlen können. Obama simplifiziert das mit dem Hinweis dass die Amerikaner über ihre Verhältnisse gelebt haben. Natürlich ist es aber so, dass vor allem die Reichen über die Verhältnisse die unteren Schichten abgeschröpft hatten.

Die hoch effizienten Wertpapiere, die Technologie sie International zu handeln, haben die gesamte Welt wie Vampire ausgesogen, bis die Produktivität der Arbeitskräfte unten nicht mehr ausreichte, die Gier der Reichen zu sättigen.

Vermögensrelationen und Regulierung der Finanzmärkte bestimmen den Fortgang der Krise

Solange die Vermögensrelationen aber sich nicht ändern, kann sich an dieser Situation nichts mehr zum besseren wenden. 

Das Vertrauen in die Staathilfen zerbröckelt in beschleunigtem Ausmass, wenn die Realwirtschaft betroffen wird, wenn trotz Bankenbürgschaften die Kredite von dort ‘nach Unten’ ausbleiben. Für die Banken selbst, hat sich aber am Zustand ihrer Gläubiger nichts geändert, im Gegenteil, die Banken müssen vermehrt mit Rückzahlungsschwierigkeiten der Realwirtschaft und auch privaten Kreditnehmern rechnen. Da nutzt selbst die Stützung durch den Staat nichts!

Da aber die Produktion durch Kreditmangel und Vertraunesverlust weiter zum Stillstand kommt, können nun eben die oberen Schichten auch keine Gewinne mehr generieren, die Arbeitskräfte müssen zu Hundettausenden entlassen werden. Es entsteht ein Teufelskreis, der im letzten Jahrhundert noch über Kriege “gelöst” wurde. Vermögen vieler Reichen  wurde vernichtet, oder der Reichtum wurde abgebaut, indem Wohlhabende für die Armeen “Spenden” bezahlen mussten.

Freiwillig, so sagt dies der Schweizer Narr voraus, werden die Milliardäre und Multimilliardäre nichts nach Unten verteilen wollen. Somit kann dann wohl nur noch die Notendruckpresse weiter arbeiten und eine weltweite Hyperinflation wird vermutlich ausgelöst werden.  Die Finanzmarktregulierung müsste so eingesetzt werden, dass der Reichtum nicht mehr so schnell sich nach Oben verschieben könnte. Infolge der Menschlichen Gier, werden die Politiker dazu kaum bereit sein.

Die Diskrepanz zwischen rechter und linker Politik wird sich verstärken, womit es zu Gesellschaftlichen Spannungen kommen wird.

Bisher wurden solche Spannungen noch nie ohne Unruhen, Demonstrationen oder gar Revolutionen wieder aufgelöst. Ein Wiederanspringen der Wirtschaft unter gleichen relativen Vermögensverhältnissen wie jetzt, erachtet der Schweizer Narr als ein Wunschdenken von Kurzsichtigen. Solange die unteren Schichten nichts nach oben bezahlen können, solange wird auch ‘der Motor’ kein Sprit mehr haben.

Für die Politiker unter den Lesern

Für Politiker unter den Lesern sei gesagt, dass eine Lösung der Probleme darin bestehen könnte, die Gewinnmöglichkeiten mit Wertpapieren zu regulieren und vor allem stark zu limitieren.

Es darf nicht mehr oben abgeschöpft werden als das was unten noch vorhanden ist. Versuchen sie ‘negative Steuern’ einzuführen, so dass hohe Einkommen/Vermögen, besonders viel bezahlen müssen. Refinanzieren Sie mit diesem Geld zuerst die Sozialwerke. Versuchen Sie ein sogenanntes Grundeinkommen einzuführen, eines welcher knapp die Lebensgrundkosten deckt.

Es machte keinen Sinn, wenn Weltweit eine Autofabrik für die gesamte Weltproduktion reicht, wenn Sie dies dann in ihrem Land auch noch tun wollen. Denken Sie also darüber nach, ob nicht der Staat sich im Ausland als Teilinhaber einer gut laufenden Fabrik beteiligen könnte, dafür die Gewinne aus solchen Investitionen an die Grundeinkommen ausschüttet. Der Staat könnte durchaus als Investor auftreten, wenn er damit das Grundeinkommen seiner Bürger mitfinanzieren kann.

Die so von ihren Sorgen um das Überleben befreiten Staatsbürger, werden so Anreize finden können um neue Betätigungsfelder für ihre persönliche Produktivität zu suchen.  Die Automatisierung und die Rationalisierung der Produktionsprozess hat dazu geführt, dass die Arbeit Weltweit verteilt werden müsste. Sie können nicht in einem Land alles produzieren, während in anderen Ländern die Leute alle Arbeitslos sind. es benötigt also eine kluge Verteilung der Produktionsprozesse, der Arbeit. Ohne Internationale Koordination und über Protektionismus geht das aber alles nicht.

Bedenken Sie jedoch, die Zeit ist knapp um das richtige Gleis in die Zukunft zu setzen. Der Schweizer Narr ist ohnehin der Ansicht dass die Politik,aber auch die Gesellschaft, ihre Chancen für diese Generation verpassen könnte.

 

Responses to this post » (2 Total)

 
  1. Kroesus says:

    Kaufe Gold – auch mit Zahn

    “The ads he is referring to are ones like these by “cash for gold“, where Americans appear encouraged to rob gold teeth off elderly relatives in a bid to raise cash. It’s not an exclusive phenomenon to the US either, note this website from GotGoldGetCash in Britain, which admittedly comes without the granny robbing endorsement.”
    ftalphaville.ft.com

    Nein. Das Bild ist nicht Frau Thatcher.

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