31 Dez 2009 @ 3:38 AM 
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Die Stimmen aus dem Europäischen Ausland gegen die Schweiz werden immer lauter. Das kleine Land im Herzen Europas gerät immer öfter in die Kritik.

Mit ‘unregulärer Politik’ würden die Schweizer die soziale Ordnung in Europa durcheinand wirbeln, so letztendlich auch ihrem eigenen Volk Schaden zufügen. Die Schweiz sei das finstere Herz Europas, titelte die britische Zeitung ‘The Independent’ bereits 2007, nach einer ausländerfeindlichen Volksabstimmung.

Besonders die Schweizer Regierung steht im Zentrum verärgerter Europäischer Politiker, Ökonomen, Menschenrechtler und Religionsgruppen. Die Schweizer würden zudem Europas Rechtsextremismus vorantreiben und so auch ausserhalb ihres Landes für Aufruhr zwischen den verschiedenen Kulturen sorgen. 

.Das Minarettverbot in der Schweiz sei “ein lautes und hässliches Signal gegen die Toleranz”, sagte Gestern der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann.

Minarettverbot dominierte die internationale Blogosphäre noch vor Klimawandel

Thema Minarettverbot dominierte die internationale 'Blogosphäre'

 

‘Der Spiegel’ berichtet derweilen fast schon im Wochentakt über fremdenfeindliche Aktionen in der Schweiz, hier über die Antideutschen-Kampagne der SVP und über Reaktionen von Zürcher Professoren.

Rechtsrevolution, Bildungskampagne der SVP

Rechtsrevolution, Bildungskampagne der SVP

Die in den letzten Jahren immer stärker gewordene Schweizer Partei SVP gilt im Kontrast zu dieser Kritik inwischen auch als Vorbild für Europas Ultrakonservative. Wie hier im Blog bereits diskutiert, bilden vor allem die nationalistischen und oft xenophob wirkenden Wahlplakate der SVP vorzügliche Vorlagen für eigene Plakate Europäischer Ultrarechts- Parteien.

Gleich einem alten Brutkasten aus Europas Faschistenzeit, würde in der Schweiz ein nationalistisches  braunes Ei ausgebrütet, so zusammgefasst die Meinung einiger der schärfsten Kritiker über die Entwicklung in der Schweizer Politik.

Die ‘european vagans’ würden versuchen sich in irregulärer Weise aus internationalen und europäischen Bindungen und Verträgen abzulösen und davon auch noch einseitig Nutzen zu ziehen.

Der Profit den die Schweizer über Geschäfte mit  Steuerflüchtlingen gemacht haben, sei  ohne jedes Schuldeingeständnis geblieben, die Schweizer versuchten vielmehr diese verwerflichen Einnahmequellen durch billige politische Taschenspielertricks noch zu retten. 

Die Schweizer stehen inzwischen selbst in ‘wissenschaftlichen Kolumnen’ manchmal als Synonym für das Wort ‘Gier’, wie z.B. hier:

“….denn die Gier ist überhaupt nichts moralisch “Verzeigbares”, wie die kreditwürdigen Schweizer sagen würden, sondern eine Sache des Reflexes”

Anmerkung des ‘Schweizer Narr’: Da der  Autor Hilmar Klute in der ‘Süddeutschen’ die Schweizer nur als Mittel zum Verständnis eines exemplarisch Gierigen einsetzt, es hier gar nicht um die Schweiz sondern der Gier an sich  geht, so verweist dies besonders eindrücklich auf fest eingenistete Annahmen über die Schweizer im europäischen Ausland. Sobald etwas Exemplarisch verwendet wird, zeugt dies von dessen grosser Verbreitung bis ins Unbewusste. Dazu kommt noch dass die exemplarische Verwendungung der Schweizer im Synonym zu Gierig vermutlich jahrzehnte benötigt hat, bis sie nun wie selbstverständlich über Klute in ‘die Süddeutsche’ gelangte. 

Viele politisch eher neutrale Beobachter der Schweiz sind der Ansicht, dass hinter der Entwicklung zum rechtskonservativen Staat, sich eine um ihre Tantieme des ‘Unternehmes Schweiz’ fürchtende bürgerliche Oberschicht befindet. Die Bürgerlichen der Wirtschaftslobby würden mit der Rechtskonservativen SVP zu viele Bünde schliessen und hätten dadurch den Aufstieg der Nationalisten begünstigt.  Weiter wird die Duldung extremistischer Rhetorik und Symbole der SVP bemängelt.

Währenddessen habe die Schweizer SP, ähnlich wie in Deutschland die SPD, durch ihre immer wirtschaftsfreundlichere Politik, viel an politischer Kraft und Vertrauen verloren. 

SWITZERLAND/

 In der Schweiz sorgt die Finanzlobby seit Jahren für eine immer einseitigere Ausrichtung der Politik,die meisten Politiker lassen sich von einer oder gleich mehreren Interessenten bezahlen.

Zwar ist es gut wenn die verschiedenen Lobby in der Politik um Aufmerksamkeit anstehen dürfen, aber wenn dies wie in der Schweiz mit einer Menge von zugeschobenem Geld geschieht, so stellt sich die Frage nach Gerechtigkeit.

Der Schweizer Narr denkt:

Die Ausrichtung der Medien im Sinne der Wirtschaft, oder auch das Vermeidungsverhalten der Journalisten für bestimmte Themen (etwa dem nationalen Egoismus, Aufklärung über Lobbyarbeit im Nationalrat usw.) sorgt für die dezente Kulisse der nach rechts abdriftenden Schweizer Gesellschaft.

 Was in der Schweiz politisch abläuft, synchonisiert und spiegelt sich mit anderen die Demokratie negativ beeinflussenden Entwicklungen bei den Machteliten.

Jürgen Krysmanski spricht von Herrschaftsethik, und diese Ethik der Herrschenden verschiebt sich auch noch zunehmend in Weltgegenden die der Demokratie kritisch bis feindlich gegenüberstehen.

Staatschulden auszulösen, welche dem Erhalt der Sozialstrukturen dienen, werden in der Schweiz von der lokalen Herrschaftselite erfolgreich abgewehrt, wohingegen die Rettung der UBS sogar reibungsloser und einseitiger zugunsten der Finanzlobby ablief als in den USA oder Deutschland.

Die Schweiz  ist zudem in der Finanzkrise negativ als Trittbrettfahrer ausländischer Rettungspakete aufgefallen. Die Konjunkturstützen in Deutschland die auch die Realwirtschaft und die einfachen Menschen erreichten, etwa die ‘Abschrottungsprämie’ für PKW’s, sorgen aber auch in der Schweiz für die Erholung in der Automobilindustrie.

Die Schweizer Herrschaftselite gehört zu den egoistischsten Exponenten im Westen. Die Schweizer Bevölkerung folgt ihr in treuem Glauben und von den Medien wohlerzogen, in Erwartung dass ihr vom Reichtum der dubiosen Finanzgeschäfte der Eliten auch ein Körnchen abfällt. Selbstverständlich blickt man auch hier gerne nach Norden, wo selbst führende Sozialdemokraten zu neoliberalen Schrittmachern verkamen.

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Peer Steinbrück, (sozialdemokratischer) Konkurrent der Schweiz im Bonzenparadies Dubai

Obwohl etwa 1 Million Schweizer unter oder am Rande des Existenzminimums lebt, erscheint den Menschen nach den jahrelangen SVP-Kampagnen jeder soziale Ausgleich wie Gift und die Einbindung in internationale Verpflichtungen als Bedrohung der mager gewordenen Brieftaschen. Caritas Schweiz möchte die Armut in der Schweiz halbieren, stellt sich aber überraschend entschieden gegen Einführung eines Mindesteinkommens für Alle. Man benötige keine ‘neuen Sozialwerke’, heisst es  vom Chef Hugo Fasel, typisch für die grenzenlose Schweizer Wirtschaftsfreundlichkeit bis hin zu den Linken.

Die Politik der SVP ist erfolgreich, weil es ihr gelungen ist  einen nationalistischen Egoismus zu kultivieren, der sich an den blühenden aber fragwürdigen Zeiten schweizerischer Geschäftsmethoden und Verhalten der Vor/Nachkriegszeit erinnert und die Partei manigfache Verlustängste zu bedienen vermag. Die billigen und plumpen Rezepte gegen die Ängste lassen den ‘Schweizer Narr’ an solche für asoziale autistische Gartenzwerge denken. Das scheint zu funktionieren, Minarettverbot gegen diffuse Angst vor dem bösen frechen schwarzen geldsaugenden und missbrauchenden fremden Alibaba.

Die Folgen der zunehmenden Kritik gegen die Schweiz  werden von den Machteliten und oft auch den Medien, erfolgreich ausgeblendet oder sogar ins Unterhaltsame verbracht, während die SVP dazu  ihre Wahlkarabiner neu fetten.

Europa wird das Vagantenreich Schweiz so schnell nicht mehr aus den Augen verlieren, dafür sorgen Mörgeli und Sörgeli bis hin zu SWIFT.

Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen // Die Augen zu… und alle Fragen offen.  

Der Schweizer Narr nimmt entsprechend Anteil an den Neujahrsbotschaften der neuen Bundespräsidentin Doris Leuthard für das Jahr 2010.  Gespalten in der Persönlichkeit wie Shen Ten und Shui Ta verkündet Sie die ‘Ankurbelung der Wirtschaft’ zum Hauptziel der Regierung, sowie die ‘Sanierung der Sozialwerke’. Die mitfühlende Shen Ten in der Öffentlichkeit rhetorisch zur Schau gestellt, Shui Ta in der Tat der Durchführung.   

 25 Dez 2009 @ 12:27 PM 
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Vor dem Ausbruch der Finanzkrise blühte nicht nur der Handel mit Wertpapieren, Investoren versuchten sich auch über den Handel mit ganzen Unternehmen zu bereichern. Diese Investoren wurden in politischen Diskussionen in Deutschland auch als Heuschrecken bezeichnet, weil ihre Tätigkeit zu sozialen Verwerfungen führen kann.

Der Handel mit Unternehmen wird auch als Private Equity (da diese Geschäfte ausserbörslich geschehen) bezeichnet und über die Fonts sogenannter Private-Equity-Gesellschaften(PEG)  abgehandelt. Ihre finanziellen Mittel besorgen sich die PEG-Fonts also in diesem Fall vor allem bei institutionellen Anlegern wie etwa Banken oder Versicherungen, in einigen Fällen auch direkt bei vermögenden Privatpersonen.

Der Handel mit Unternehmen verläuft mit grosser Rücksichtslosigkeit gegenüber den Arbeitnehmern der gehandelten Betriebe. Oftmals wird beim Kauf einer Unternehmung durch einen PEG-Fonds auch das gesamte Management ausgewechselt. Um die Betriebe für den Wiederverkauf zu optimieren, was normalerweise etwa 3-6 Jahre dauert, werden Betriebe oftmals rücksichtslos reorganisiert und mit riskanten Manövern wie etwa der Auslagerung ganzer Abteilungen in Billiglohnländer, zum sparen gezwungen. 

Würden die Investoren direkt in die Targets investieren, müssten sie aufgrund ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und zum Schutz ihres kaufmännischen Rufes finanziell geradestehen. Die Investoren erhalten bei den PEGs Anonymität und damit Schutz vor einer finanziellen Haftung. Dies wird erkauft mit erheblichen Gebühren für das Fondsmanagement sowie durch überproportionale Erfolgsbeteiligungen zugunsten der Fondsinitiatoren.

Die Turbulenzen am Finanzmarkt hatten nun einigen PEG wie etwa Candover stark geschadet, da der Handel infolge der grösseren Risiken ins Stocken geraten war. Als im Frühjahr 2008 die Finanzwelt einbrach, erhofften sich noch so manche Finanzjoungleure Rettung durch Privaty Equity. Das ‘Manager magazin’ spiegelte den Irrsinn mit abgefackten Werbeslogans:

Selten waren Heuschrecken für die Börse so wertvoll wie heute.” 

“Der Markt muss froh um jeden Käufer sein”

“Diejenigen, die die Euphorie angeheizt haben, verdienen nun möglicherweise auch noch an der Krise”, sagt Wolfgang Gerke, Präsident des Bayerischen Finanzzentrums. Das habe zwar einen “schalen Beigeschmack”, meint der Bankenexperte. Aber: “Die Krisenprofiteure sind dringend erwünscht”, sagt Gerke. “Der Markt muss froh um jeden Käufer sein.”

Nachdem nun nicht die Heuschrecken, sondern die staatlichen Rettungspakete einigen Grossbanken und Investoren zu hoher Liquidität verholfen haben, ergab sich erste danach im ‘Sozialismus für Reiche’ die Erholung des Investment-Banking. Die Rettung geschah ja dann nicht über kapitalistische Mechanismen, sondern über einen für die Börsenspieler und nun auch die PEG-Fonts  lukrativen Verschuldungssalat der öffentlichen Hand.

Die angebliche Wirtschaftserholung, die gegenwärtig leider vor allem im Wertpapiermarkt und nicht in der Realwirtschaft geschieht hat den Markt bereits in einen Zustand gebracht, wie er sich kurz vor dem Lehman Zusammenbruch ausgebildet hatte.

Der Unterschied ist jedoch, dass der Aufschwung auf dem Risiko einer stark steigenden Staatsverschuldung der grossen westlichen Demokratien und Industrienationen aufbaut, welches zuvor mehr von privater Seite getragen wurde. Der zuvor mehr privat getragene Kapitalismus wandelte sich zum Sozialismus für Reiche. Die Banker können nur ihre Taschen mit Milliarden aus der Gelddruckpresse der Notenbanken füllen (siehe ‘das Wunder an der Wallstreet’).

In vielen Schwellenländern geschieht nun aber etwas anderes, dort vermag die Realwirtschaft noch stark zu wachsen, Länder wie China füllten ihre Rettungspakete daher vermehrt in solche Unternehmen ab. Die Staatsverschuldung ist dort sogar rückläufig, weil die Konzerne der Realwirtschaft einen nicht virtuellen Return in die Staatskassen einzubringen vermögen.

Es entstanden dort viele leistungsstarken neuen Unternehmen, wie etwa der Schiffsbau, IT, Stahlkonzerne usw, welche zu immer grösseren Konkurrenz gegenüber den ‘alten Industriestaaten’ im Westen werden.

Während nun die Aktien westlicher Konzerne durch die Geldflut hiessiger Notenbanken und das Anlagegebahren der Banken über ein realistisches Mass hinaus angestiegen sind, ist der Aktienwert der Betriebe in Schwellenländern noch moderat geblieben. Durch die Expansionsmöglichkeiten in den Schwellenländern können die Werte der Unternehmen dort noch wachsen.

Diese Entwicklung ist den Heuschrecken nicht entgangen, die PEG-Fonds haben so z.B. in Asien neue Opfer für das Private Equity-Geschäft sondiert. Sobald die Aktienmärkte, wie viele Ökonomen annehmen, im nächsten Jahr im Westen abflachen werden, wird die neu entstandene Gier der Investment-Banker in  Targets der Schwellenmärkte fliessen. PEG-Fonts werden somit ab Mitte 2010 einen Wiederaufschwung erfahren. Die sich im Gange befindliche Aktien-Inflationierung, vorangetrieben durch die Geldflut der Notenbanken und der Eigenkapital-Finanzierung der Banken, wird infolge der zwangsläufig auslaufenden Rettungspakete zurückgehen.    

Diese Entwicklung und die in Schwellenmärkte vordringenden PEG-Fonts,  sind für den Schweizer Narr Indizien für die sich bereits im Gange befindliche Verschiebung wirtschaftlicher Machtzentren, etwa nach China. Der Heuschreckenschwarm verlässt den ausgezehrten Markt im Westen und schwärmt zu neuen Futterplätzen aus. Private Euitiy wäre, wenn reguliert und mit sozialer Verantwortung durchgeführt, keine Gefahr für den Markt im Westen. Tatsache ist es aber, dass die PEG-Fontsmanager durch Anwendung strenger im Kapitalismus verankerter Mechanismen, Verantwortung und nachhaltige Entwicklung als Kostenfaktoren betrachten und diese zu umgehen versuchen. Der Schweizer Narr hat in einem solchen von Heuschrecken tranformiertem Unternehmen, seine eigene Erfahrungen gesammelt.

Machtverschiebungen gingen im Kapitalismus nie ohne Nebengeräusche vonstatten, das globalisierte Finanzsystem versucht in ein neues Gleichgewicht zu gelangen. 

Diese Krise wird sich auf dem Buckel westlicher Demokratien abspielen, welche wegen der hohen Staatsverschuldung von den Grossinvestoren verlassen werden. Nächstes Jahr ist daher eine weitere Schwächung demokratischer Regierungsformen zu erwarten, weil sich inzwischen fast jede Demokratie stark verschuldet hat und die Schwellenländer meist Autokratisch bis Diktatorisch geführt werden.

In Asien gibt es schon jetzt zahlreiche Finanzmagnaten, welche lächelnd auf den Niedergang der westlichen Demokratien mit ihren alternativen Staatsideologien warten. Während der politische Islam hier als grosse Gefahr wahrgenommen wird, lauert auf den Westen und die alten Industrienationen’ weit grösserer Schaden, die Machtverschiebung der Wirtschaft in demokratiefeindliche Umgebungen. Die Finanzblasen wandern aus den ausgebrannten Märkten ab  und die Heuschreckenschwärme markieren neue Futtergründe für jene Finanzinvestoren, die sich mittels Liquidität aus den Rettungspaketen aus dem Schutt der Finanzkrise befreit haben.  

Die Staatshilfen des Westens fliessen in Wellen aus ihren Quellen ab und das Kapital sammelt sich fern ab in den Schwellenmärkten. Die Verschuldung der ‘alten Industrienationen’ hilft  also keineswegs den dort noch über Jahrzehnten belasteten Steuerzahlern, das Kapital wird von der Finanzlobby gewinnbringend ausserhalb angelegt. Die Schulden aber bleiben nahc dem Rückzug der Geldschwemme zurück, so will es die Marktlogik der freien Finanzlobby, die sich neu als ‘Kapitalistische Internationale’ erkennen.     

Die wirtschaftliche Machtverschiebung sendete bereits ihre Signale aus der Klimakonferenz zu Kopenhagen. Nächstes Jahr werden wir wohl während den internationalen Wirtschaftsgipfeln erneut erleben müssen, wie die durch westliche Politiker versprochenen Regulierungen sich in Luft auflösen werden. Diesmal wird es die angestrebte Fianzmarkregulierung treffen, die Vorhaben werden wie Seifenblasen platzen und anstelle dessen werden vermutlich äusserst undemokratische Mittel zur Finanzkontrolle das Licht der internationalen Staatengemeinschaft erblicken.

Dieselben marktkapitalistischen Mechanismen, welche den UDSSR-Kommunismus in den Untergang getrieben hat, wird sich gegen die ehemaligen Sieger wenden, denn ‘der Markt’ ist letztendlich weder der Freund sozialistischer noch demokratischer Systeme. Das System will Kosten einsparen und Kapital mittels der Schneeballsysteme nach oben umverteilen.

Welche Regierungsform für durchkapitalisierte Märkte am Günstigsten ist, dies ist bereits jetzt an den (meist Männlich) hierarchisch geführten Finanzkonzernen sichtbar. Lässt man dem Kapitalismus völlig freie Hand, dann entwickelt sich letztendlich auch die internationale Politik nach seinen Regeln und verdrängt Inselsysteme wie eben auch die Demokratien.

Sie werden es sehen: Die Finanzlobby wird der Demokratie genauso entschieden den Rücken zuwenden, wie sie dies bereits gegen den Sozialisten taten. Der Westen hat die Chinesen immer wieder gebeten mehr internationale Verantwortung zu tragen.  Die Chinesen werden nun nach einigem zögern, freundlich lächelnd den Abstieg der Demokratien begleiten und die Schwellenländer mit ihrer eigenen neokapitalistischen Ideologie bemuttern. Lesen Sie dazu auch meine Bloggeschichte ‘Das Geheimnis der gelben Pyramide’.

Vampire stehen im Kino wieder hoch im Kurs, aus Sicht des ‘Schweizer Narr’ ist dies kein Zufall und aus dem Wesen unserer Zeitepoche heraus erklärbar. Die Angst vor den Blutsaugern und der damit verbundenen seltsamen Erotik ausgesaugter Menschen findet sich auch im Börsenspiel des Marktes wieder.  Wenn sich die Mehrheit der Schweizer zum Bankgeheimis bekennt und diese  Form des Geschäftsmodells untermauert, so erscheint dies dem Schweizer Narr wie die Verteidigung eines Vampir-Schlosses durch ihre verführten Bewohner, in welchem die verwegene Erotik des Blutsaugens als nationales Lebensmodell verteidigt wird.

Schweizer Vampirismus in Aktion Aus dem Dossier von RatKontrapunkt

Die obersten 2% der Schweizer Bevölkerung verdienen 20 x mehr als die untersten 10%

3,7% der Bevölkerung besitzen 50% des Schweizer Volksvermögens.

 

 21 Dez 2009 @ 6:37 PM 
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In Wirtschaftskreisen fragt man sich, wann die USA damit aufhört den Finanzmarkt mit billigem Geld zu beliefern.  Um ihre eigenen Währungen und nationalen Markt zu schützen, warten die anderen Wirtschaftsmächte auf die Betätigung des Zinshebels durch die FED, die ‘Exit-Strategie’. Die Schwierigkeit des Unterfangens wird in diesem gesprochenen Beitrag auf der ‘Deutschen Welle’ erläutert.

Falls dies nicht bis Ende 2010 geschieht, könnte es so herauskommen dass sich die Staatsverschuldung bis zur Insolvenzerklärung ganzer Staaten ausweitet. Selbst die frühere Wirtschaftsgrossmacht England könnte bei länger anhaltenden Liquiditätspolitik wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Die Ratingagenturen haben bereits begonnen die Verschuldungsdimension stärker zu gewichten als früher.

Hier im Blog habe ich stets darauf hingewiesen, dass die Geldschwemme in den USA vor allem in den Spekulationsmarkt fliesst. Die Finanzjoungleure erwirtschaften ihre Gewinne seit März 2008 vornehmlich mit dem Handel von Wertpapieren und mit Rohstoffen.

Es ist leider so, dass sich der Hund mit dem eigenen Schwanz füttert, die angebliche Wirtschaftserholung basiert weitgehend auf Finanzblasen und reflektiert sich wenig in der Realwirtschaft.

Lediglich dort wo in den USA der Staat direkt in die Produktion eingreift, wie etwa den Militärgütern, findet ein Aufschwung statt. Das Militär wird auch nächstes Jahr massiv dazu beitragen, bis hin zu Arbeitslosenunterstützung via Krisenintervention in Afghanistan und Irak.

Hajo aus dem Wirtschaftsblog ‘Queerschüsse hat die V-förmige Wirtschaftserholung vorzüglich als Illusion entlarvt und illustriert in dieser Grafik gar den Beginn zu einem ‘ökonomischen Double Dip mit einem zweiten Tiefpunkt in 2010′.

Während also in China das Geld über das planwirtschaftliche System in der Realwirtschaft ankommt, hat sich in der neokapitalistisch geführten USA lediglich eine gigantische Börsenblase entwickelt, eine Art Sozialismus für Reiche.

Die FED kann mit solchen Daten natürlich im Jahr 2010 keine Exit Strategie fahren, die Staatsbank muss die Wirtschaft weiterhin mit billigem Geld füttern, bis es in der Realwirtschaft tatsächlich ankommt. Da auf der einen Seite der Welt ein realer Wirtschaftsaufschwung bereits stattfindet, auf der anderen Seite nur Finanzblasen, muss dies zwangsläufig zu politischen Auseinandersetzungen führen, ebenso wie zu gigantischen Verschuldungskrisen beim verlängerten Warten auf Zinserhöhungen.

Da die Welt Finanzwirtschaftlich durchglobalisiert ist, müssen wie im Beitrag auf der Deutschen Welle erklärt wird, Alle auf die Entscheidung zur Exit-Strategie aus den USA warten.  Die USA ist nicht auf dem Kurs zur Erholung in der Realwirtschaft und China überflutet die Welt mit Produktionsgütern.

Da diese Exit- Entscheidung voraussichtlich nicht aus den USA kommen wird, wird die Schuldenlast, welche in der EU durch die Schuldenbremse theoretisch begrenzt ist, die internationale Finanzgemeinschaft zerreissen.

Wie hier bereits mehrfach angedeutet, hat die Geldflut der FED lediglich einen Aufschub der Krise bewirkt, der sich im Anschluss aber infolge der gigantischen Verschuldung nicht wiederholen lässt.

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Die Welt schlittert aus meiner Sicht also nächstes Jahr in eine neue Finanzkrise, welche den Einbruch 2008  weit in den Schatten stellen könnte. Die USA kann mit der Geldflut die neuen Wirtschaftlichen Realitäten nicht aufhalten. Der Westen hat sich selbst über die Vernunft selbst deindustrialisert und die Chinesen können nun den zukünftig zahlungsunfähigen Kunden in der ‘alten Welt’ nichts mehr verkaufen.

Was wird entstehen, Inflation oder eine neue Leitwährung, oder Wirtschaftskriege? Der Leser kann sich die schönste Variante unter den Weihnachtsbaum 2011 wünschen. Es ist leider so: Eher noch kommt der Exitus des globalisierten Finanzsystems, als dass eine Exit-Strategie der USA uns Glück versprechen kann, oder der Weihnachtsmann uns dann die Staatsschulden tilge.

Es ist für den Schweizer Narr schwer vorstellbar dass eine Exit-Strategie gut ablaufen könnte, wenn doch die Entry-Strategie lediglich der staatlichen Fütterung der Wertpapiermärkte diente und diesen merkwürdigen Sozialismus für die Finanzlobby auf Kosten zukünftiger Generationen implementierte. 

Der Anteil der Finanzwirtschaft am BIP in den USA steigt immer schneller an, das ist wie wenn der Schwanz eines Hundes immer länger und fetter, aber der Körper des Tieres jämmerlich abschrumpfen würde.

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Categories: China, Deutschland, Finanzen, Gesellschaft, USA, Welt
Posted By: sCHwizzer Narr
Last Edit: 04 Jan 2010 @ 08 39 PM

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