



Die Erholung der Wirtschaft ist ein Fatamorgana, eine Spiegelung ‘besserer Zeiten’ die über die heisse Luft der rotierenden Notenpresse in die Köpfe von Illusionisten emporgestiegen ist.
Die ungeheuren Mengen Geld welche die Regierungen via der Rettungspakete in die Finanzmärkte ausgeblasen hatte und welche die Börsenlobby und die nacheilenden Privatanleger damit zu erigierten Finanzpaketbullen gemacht hat, ist jedoch nicht Gratis zu haben.
Wie der Schweizer Narr bereits früher anmerkte, zuerst kam die Subprimekrise an den Hypomärkten der USA und danach wird die Spekulationsblase des Subprime -Staates USA platzen.
Das Quartett der Vernichtung der Weltwirtschaft bläst bereits ihre traurigen Akkorde, während aus den Spielsalons der Börsenmaklereien hervor die wieder vollgefressenen Ex-Investmentbanker die Welt mit ihren Aufschwungs- Phantasien betrügen.
Der Schweizer Narr jedoch klimpert mit seinen Schellen und benennt die vor der Öffentlichkeit ausgeblendeten Gefahren des Weltfinanzsystems:
US Staatsverschuldung mit ihrer Zinsenlast, Kreditausfälle der Konsumenten durch Arbeitslosigkeit und sinkende Einkommen, Toxische Papiere aus der Hypokrise und nicht zuletzt die globale Vernüpfung der Finanzmärkte miteinander.
Um die Schulden der USA abzuarbeiten, müsste in den nächsten Jahren eine Inflation von mindestens 100% über den US$ kommen, ansonsten müsste Obama die Steuern um über 60% erhöhen. Da der US$ aber Weltreservewährung ist und viele Länder $-Reserven halten, müsste die Welt während einer Rating Abwertung der USA ebenfalls daran büssen. Die US Konsumenten sind bereits Heute so pleite wie seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr, was die extrem hohen Kreditausfallraten am Hypomarkt bezeugt. Die Subprimekrise, der Auslöser der Finanzkrise, ist nämlich trotz Rettungspaketen keineswegs vorüber. Die Ausfallrate der Kredite übersteigt derzeit um 3% die Einnahmen der Banken aus der Tasche der noch rückzahlungsfähigen Schuldner.
Offenbar sind die Gewinne welche die Banken über die letzten Monate gemacht hatten reine Spekulationsgewinne am Wertpapiermarkt und auf geänderte Bilanzverfahren zurückzuführen. Die sogenannten grünen Frühlingsprossen in der Realwirtschaft sind nichts anderem als der Tatsache zu verdanken dass die abgebauten Lager nach 6 Monaten wieder etwas aufgefüllt werden müssen. Nicht nur die USA erhöhte die Schuldenrate des Staates, dies geschieht auch in Europa und die Staatskassen werden bis hin zu China massiv belastet.
Die gesamte Welt rasselt in einen gigantischen Konflikt mit der Zukunft, auf deren Kosten die Finanzmanager Heute wieder ihre Taschen vollstopfen können. Auf Pump an der Zukunft lebt die Finanzmafia wieder weiter, als sei nichts schlimmes geschehen.
Natürlich gab es frührer bereits viele Krisen des Weltmarktes, auf Rezession folgte stets wieder nach einiger Zeit ein Aufschwung. Doch die Rückkehr in Wachstumsphasen ist keineswegs ein garantierter Zyklus, es muss eine Begründung dafür vorhanden sein. Derzeit gibt es aber keinen Grund zur Annahme, dass das notwendige Wachstum langfristig wieder zurückkehren könnte.
Im Gegenteil es fehlen die Voraussetzungen die früher einen Wiederaufschwung voraussehbar gemacht hatte, die Ressourcen. Damit meint der Schweizer Narr reichhaltige neue Ressourcen wie Erdöl, die Ausdehnung der kapitalistischen Globalisierung, die Erschliessung neuer Technologien, Rationalisierung und Automatisierung. Ebenso wie das Wachstum auf Ressourcengrenzen stösst, so kann eine Expansion nur noch zum Preis höherer Klimaänderungen, Wasserverschmutzung und Luftverpestung stattfinden.
Wie wenn man Salz in heisses Wasser einstreut, so ist die Aufnahmekapazität der Erde um Wachstum zu ermöglichen irgendwann mit einem einzigen Salzkörnchen schlagartig erschöpft. Der Schweizer Narr meint, wir sind wenige Jahrzehnte vor diesem Zustand, aber die kommende Sättigung der Wachstumssuppe wirft bereits jetzt ihren Schatten voraus. Die uneinsichtigen Politiker und Wirtschaftsmanager üben sich weitgehend in Lippenbekenntnissen zu der Forderung nach qualitativer und nachhaltiger Entwicklung, in Wirklichkeit ist davon insgesamt wenig zu spüren.
Nach wie vor gilt, wer schneller Ressourcen plündert als die Anderen, der ist im Vorteil, vorausgesetzt man besitzt dazu die notwendigen Machteinflüsse. Der Herdentrieb zur Ressoucenvernichtung basiert wie das Finanzsystem auf der Macht des Stärkeren.
Die Politiker wissen seit langem genau, dass sie die Realwirtschaft hätten unterstützten müssen und weniger die Finanzlobby, denn sonst würden sie jetzt nicht im Chorus gackern dass die Banken zuwenig Kredite an Private ausgeben (obwohl die Politiker genau wissen dass Banken gemäss den Regeln des Kapitals nach Gewinnmaximierung operieren müssen).
Übersetzt heisst dies, die Politiker tanzen nach dem Harfenspiel von Ackermännern und externer Finanzberater die tief mit der Lobby verfilzt sind. Anstelle die Zentralisierung im Wertpapierhandel zu verhindern haben die Politiker die weitere Konzentration zugelassen und damit die Gefahr im CDS-Markt für das Finanzsystem noch erhöht.
Die Politiker wissen ganz auch ganz genau, dass es einen Wachstumsschub mit einer derart grossen Schuldenlast nicht lange geben kann. Doch diese mit der Finanzlobby verfilzten Männer leben in einer Welt der ewig anhaltenden Konjunkturzyklen, sie können sich nicht vorstellen dass infolge Ressourcenmangel und Übernutzung auch jahrzentelange Durststrecken auftreten können und schon gar nicht dass die Erdressourcen sich erschöpfen könnten.
Der Ansturm des Menschen auf die Kapazitäten der Erde kann in diesem Ausmass einfach nicht so weitergehen.
Die Rettungspakete für die Finanzmafia haben zudem bewirkt, dass die ausgegebenen Summen die Umverteilungsspiralen schneller als jemals zuvor angeheizt haben. Innert Kürze wird das vom Staat ausgespukte ‘virtuelle’ Kapital an die Banken auf den Anlagekonten der mit highspeed-Handels-Software ausgerüsteten Finanzmafia ala Goldman Sachs (und deren Kunden und Manager) zu liegen kommen.
In einer Situation in welcher man hätte reagieren müssen um die Wachstumsgrenzen zu diskutieren geschah aber etwas anderes, man hat auch noch auf die zukünftige Generation zugegriffen und sie hoch verschuldet. Obwohl zukünftige Generationen mit weniger Ressourcen leben müssen wurden sie finanziell derart belastet als würde Obamas Tochter in Zukunft über ein weiteres Amerika verfügen, irgendwo im All.




Nach dem visuellen Schrecken mit dem Bild von Angela Merkel im letzten Beitrag, bin ich Heute milde gestimmt und biete ein gegensätzliches Bild zur Erholung an. Schliesslich ist Wochenende und all diese Finanzpolitik … potthässlich eben … mit den Narrenglocken klingelt…
Der Kanadier Alex Evans wurde auf dem Internet berühmt, als er sich selbst als ‘Emo -Jungstar’ auf dem Netz publizierte. Alex wurde so etwas wie ein optisches Leitbild dieser Jugendbewegung, zahlreiche ‘Emo’ -Seiten schmücken sich mit seiner Erscheinung.
Alex hat sich aber verändert, er ist ein erwachsener junger Künstler geworden der es nun immer besser versteht auch andere Menschen seiner Lebensumgebung empfindsam auf Photo zu bringen.
“Der Schweizer Narr” hat Alex porträtiert und wünscht ihm damit für seine weitere Arbeit, den neuen charaktervollen und sensiblen Fotowerken, alles Gute.




Gemäss Forbes ist die Deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel die mächtigste Frau der Welt. ‘Der Schweizer Narr’ hat diese zu allem fähige Führerperson für seine Leser porträtiert.
Nebenbei bemerkt…
Derweil hat der Schweizer Narr herausgefunden wer der mächtigste Mann der Welt ist, eine japanische Werbeagentur weiss das bestimmt:


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