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Vorwort:

 

Sicher mag sich meine Leserschaft daran erinnern, dass noch bis Mitte 2008 die Strukturkrise an den weltweiten Finanzmärkten in der Schweiz kaum ein Thema war. Der unbäugsame Glaube an den freien Markt führte in der Vergangenheit sogar dazu, dass ich selbst im Kreis einiger Freunde belächelt wurde. Menschen die vor einer langfristigen Gefahr für unsere Altersversorgung warnten, wurden gar als Spinner bezeichnet, reif für das Irrenhaus.

 

Mir selbst war dies in Leuenbergers Blog geschehen, als ein dort schreibender Nick mich als Spinner abkanzelte, weil ich mich seit Anfang 2008 für den Ausstieg der BVG Gelder von den Aktienmärkten aussprach. Damals sagte ich, dass allenfalls ein Teil des Vermögens vorübergehend in Silber und Gold anzulegen sei. Der Schreiber gegen mich outete sich als Verantwortlicher im Pensionskassenbereich.

 

Inzwischen ist der Fall klar, hätten die BVG Kassen oder die Politik meine Kommentare im Leuenblog ernst genommen, viele Kassen hätten noch Heute eine gute Performance.

 

Die Schuldfrage für die Pensionskassenverluste

 

Es kann aber nicht sein, dass ich der Einzige gewesen wäre welcher vor Risiken warnte, die im Börsen-Spielkasino zu orten sind.

 

Es gab in der Vergangenheit immer wieder viele Stimmen die vor einem massiven Einbruch an den Aktienmärkten warnten. Gerade dort aber, wo Fachkenntnisse hätten  vorhanden sein sollen, nämlich in der BVG Kommission des Nationalrates, stellte man sich wohl Bewusst?  vollkommen Blind. 

 

Gefahren die aus der Börsenspekulation entwachsen, sie wurden bei der 1. BVG Revision in den Debatten des Nationalrates nicht nur wenig erwähnt, nein, dieses Thema wurde zu keinem Zeitpunkt bei keinem der Verantwortlichen Politiker und Kommissionsmitglieder jemals erwähnt!

 

 Die Avenir Suisse analysierte im Jahr 2002 die Schweizer Pensionskassen und die BVG-Politik, es sollte einer Risikobeurteilung der voraussichtlich älter werdenden Bevölkerung nachgegangen werden.  Der Autor wandte sich dabei auch anderen Risiken zu, etwa der Performance an den Wertpapiermärkten.

 

Der Autor wunderte sich in seiner Studie damals ausdrücklich, dass:   

“..dass die Relevanz des Kapitalmarktes in der schweizerischen Vorsorgediskussion noch heute regelmässig unbeachtet bleibt.” und… “In den Wortlauten des Nationalrates zur BVG-1 Revision (April 2001) wird auf den Kapitalmarkt an KEINER STELLE eingetreten. (Seite 14 von 128).

 

Die erste BVG Revision wurde sodann in mehreren Etappen bis zum Jahr 2006 umgesetzt.

Fazit des Schweizer Narr:

 

Bis in die zweite Hälfte des Jahres 2008, als der Nationalrat die Anlagestrategie der BVG Kassen in der BVG Kommission neu zu beurteilen hatte, wurde der mögliche Systemausfall der Pensionskassen durch Unterdeckung viel zuwenig berücksichtigt.

Im Gegenteil, die BVG-Kommission will bis Heute den Pensionskassen noch mehr laissez faire im Sinne von Herbert Hoover geben und rief sogar noch zu erhöhten Investitionen in Hedge Funds auf.

Gemäss Schweizer Recht hat der Bund die Oberaufsicht über die Pensionskassen.

 In der Vergangenheit ortete der Nationalrat die Risiken Hauptsächlich bei den Versicherten.

 

Die Versicherten selbst wurden zu den eigentlich einzig relevanten Gefahrenquellen erhoben.

Die Geschichte der BVG Kassen begann erst lange nach der Wirtschaftskrise zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Nachdem die Anlagevolumen immer grösser wurden, entschied man sich auch für die Teilnahme am Aktienmarkt.  

 

Eine Systemkrise wie in den USA der dreissiger Jahre, wurde kategorisch ignoriert, nicht nur analysiert und dann als gering wahrscheinlich erachtet. Namhafte Wirtschaftswissenschaftler wiesen jedoch bereits in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts auf die Gefahren am Aktienmarkt hin.

 

Dass die Möglichkeit eines nahezu totalen Ausfalls drohen kann, trotz durchschnittlicher Renditen von 8%, davor wurde längst gemahnt.

 

Wenn man zu Beginn dieses Jahrhunderts Politiker oder Finanzexperten der Pensionskassen über diese Gefahren ansprach, dann wurde man belächelt und mit dem Hinweis abgespiesen, dass sich der Markt ja immer wieder erholen würde. 

 

Genau dies ist aber nicht garantiert, so hat hier der Schweizer Narr vielfach darauf hingewiesen, und mit mir sind Heute viele namhafte Wirtschaftswissenschaftler und sogar einige Banker, einig.

 

Am 29.09.2008 schrieb der Banker  FRANCOIS LABHARDT einen vielbeachteten Artikel im Schweizer “Onlinereports” von den Rädelsführern einer unersättlichen Geldgier und von der kurzfristigen Denkweise in seiner Branche.

 

Am 30.09.2008 sagte Wirtschaftshistoriker Hans-Joachim Voth  im Manager-Magazin ( Der Geist von 1929 von Arvid Kaiser):

“Menschlich sei das verständlich: “Man schaut auf das Naheliegende.” Da sei es schön, wenn Aktien jährlich 5 Prozent Rendite abwerfen. Nur die Perioden, in denen die Kurse um 50 Prozent oder mehr einbrechen, blende man aus. “Die sind aber enorm wichtig für Entscheidungen wie die, wann man in den Ruhestand gehen kann”, sagt Voth.”

 

Nachtrag: Vielleicht hätte es auch Voth im September nicht für wahrscheinlich gehalten, dass der Aktienmarkt noch weiter als zu zu 50% einbricht. Heute den 2.03.09 ist es aber soweit, der Index des New Yorker DOW beendete Heute seine Talfahrt auf einem historischen Tief. Seit Mitte 2007 verlor der weltweit wichtigste Index über 50% an Wert. Von einst 14000 Punkten ( 9. Oktober 2007 mit 14.164,53 Punkten) viel der Index auf nun 6763 Punkte. Noch schlimmer aber, die weiteren Aussichten bleiben düster.

 

Die Politiker vom Nationalrat und der BVG Kommission haben AUF DER GANZEN LINIE versagt.

 

Sie sind es, die in Wirklichkeit Schuld daran haben dass die Gefahr ausgeblendet wurde, denn Wirtschaftshistoriker wie Voth betonten diese Gefahren schon lange.

Da der Bund VERANTWORTLICH ist bei der Überwachung der Pensionskassen, da er auch Anlagerichtlinien verfasst, so stellt sich nun für den Schweizer Narr die Frage nach einer Parlamentarischen Untersuchungskommission. Ebenso kommt infolge der langjährigen Ignoranz der Gefahren bei dem Börsenspiel die Frage nach Seilschaften aus der Wirtschaft auf.

 

Die BVG Kommission scheint in der Mehrheit von der Finanzlobby beeinflusst zu sein und gibt wenig Anlass anzunehmen dass hier der Neutralität und im Sinne der Versicherten eine entsprechende Politische Regulierung stattfindet!

 

Der Schweizer Narr denkt, hier liegt auch eine Situation für die Bundes-Justiz vor.

Der Schweizer Narr fordert die sofortige Auflösung der BVG Kommission und eine Neuzusammenstellung der Mitglieder im Sinne der Versicherten.

 

Es stellt sich somit auch die Situation, dass durch die von mir recherchierten Fakten der Frage nachzugehen ist, wer für den Schaden der BVG Unterdeckung aufzukommen hat.

 

Dieselben Fehleinschätzungen welche die UBS auf den Börsenmärkten ins wanken brachte, gehen bis hinein in höchste Regierungskommissionen. Das ist kein Wunder, arbeitet doch auch mindestens ein UBS Analyst in dieser Kommission mit, von den übrigen Seilschaften zur Finanzlobby ganz zu schweigen.

 

Die Finanzkrise im Auge der Anlagepolitik, eine Aufgabe die auch die BVG Kommission im Rahmen der BVG Revision hätte einplanen müssen in die Gesetze.

 

In der Analyse von Avenir Suisse stand bereits im Jahr 2002 (Seite 98):

 

Die Aktien (und Liegenschaften) der Vorsorgeeinrichtungen werden also nicht von einem Tag auf den andern, zur völligen Überraschung des Marktes, auf den Markt «geworfen». Der Prozess erfolgt mehr oder weniger kontinuierlich im Zeitablauf. Gerade durch die Verwendung derivativer Instrumente –wie Putoptionen – können die Marktteilnehmer die dynamischen Portfolioanpassungspläne dem Markt frühzeitig signalisieren; siehe Grossman (1988) oder Zimmermann (1989). Wenn es zu den beschriebenen Überraschungsverkäufen kommt, so haben diese in der Regel ganz andere als demographische Ursachen: Zusammenbruch spekulativer Blasen, kollektive Fehleinschätzungen von Märkten, Informationsprobleme über die Risikofähigkeit des Marktes usw. Entscheidend ist darum, dass die Vorsorgeeinrichtungen das Risiko solcher Einbrüche frühzeitig in die Ausgestaltung ihrer Anlagepolitik einbeziehen. 

 

 

Schlusswort:

 

Die Zeitung Financial Times hält derzeit einen weiteren Einbruch an den Börsen um 20%! für wahrscheinlich. Die Unterdeckung der BVG Kassen bis Ende Jahr 2008 muss als dramatisch bezeichnet werden, doch der Verlauf bis Ende Februar in diesem Jahr 2009 dürfte die Kassen noch weiter in die Tiefe gerissen haben. Diese Zahlen sind noch nicht bekannt!

Ein weiterer Einbruch der Märkte um 20% bei Einbelassung der Vermögen am Spekulationsmarkt der Börsen hält der Schweizer Narr daher nach wie vor für höchst riskant. Die USA sind in eine Depression gefallen, die Folgen auf auch unsere BVG Pensionskassen werden voraussichtlich weiterhin sehr dramatisch sein.

Nicht nur ‘der Schweizer Narr’, auch der bekannte und gefürchtete Börsenexperte Warren Buffet, erteilte seinen Anlegern ein Absage bei deren Hoffnung auf eine rasche Markterholung:

 

“Er befürchtet, dass eine deutliche wirtschaftliche Erholung noch jahrelang auf sich warten lässt. Die Wirtschaft werde in diesem Jahr und wahrscheinlich noch lange darüber hinaus im Schlamassel steckenbleiben, schrieb Buffett in einem Brief an die Anteilseigner seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway.”

 

Auf gar keinen Fall darf von einer Wertanlage, von welcher Hunderttausende Menschen bei ihrer nackten Existenz von dessen Ausschüttung abhängen, das Risiko eines hochprozentigen Ausfalls ausgehen.

 

Genau eine solche Situation könnte nun aber für Hunderttausende von Versicherten zu Realität werden. Politiker und Kassen sind bereits weitgehend zu spät daran um noch einen grösseren Schaden abzuwenden, sie haben Milliarden buchstäblich in Luft auflösen lassen im Glauben an die Kraft des freien Marktes.

 

Wie ich unten bereits zum Thema IFO Institut in Deutschland hinwies, verweigerten die Politiker auch nur den Gedanken daran zu verschwenden, für eine Situation wie der einer vielleicht 10-20 jährigen Durststrecke wie in den USA im letzten Jahrhundert vorgekommen, vorzusorgen.

 

 Das Wort Depression wurde aus den Gedankenspielen der an das ewige Wachstum glaubenden Politiker praktisch vollständig verdrängt, verblieben ist nur der Ausdruck Rezession, welche von relativ kurzer Dauer ist.

 

Natürlich, ohne Risiko lässt es sich niemals für das Alter sparen, soviel ist gewiss, aber es gibt eine Menge gut vermeidbarer Risiken und die Möglichkeit Frühwarnsignale ernst zu nehmen!  

 

Wenn nun, wie der Schweizer Narr befürchtet, keine schnelle Erholung am Markt erfolgt, sondern Jahre vergehen werden bis alle die enormen Schulden wieder abgebaut sind, dann stehen viele Schweizer vor einer sehr harten Zukunft.

 

Doch selbst wenn die Wirtschaft Mitte 2010 wieder etwas anspringen könnte, dann kann durchaus sehr schnell eine Hyperinflation eintreten, worauf dann noch der Rest der BVG Gelder sich in Luft auflösen könnte. Dies ist denkbar, weil  derzeit die Niedrigzinspolitik der Notenbanken und die Notepresse der Staaten, die Staatsanleihepolitik in den USA, genau diese Situation heraufbeschwören kann. 

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Die Deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, marionettenhaft nackt, mit dem Konjunktur-Uhren-Yoyo spielend, vor dem IFO-Institut in Dresden.

Es ist schon allerhand, der Glaube an den neoliberalen Marktkapitalismus war so stark, dass das Deutsche IFO Institut den Kunjunkturzyklus Depression aus seinen Unterlagen und Prognosepublikationen entfernt hatte und mit anderen harmloseren Modellen arbeitet.

Auch in einigen Lehrbüchern der Wirtschaft wurde die Depressionsphase weil unwahrscheinlich, entfernt. Man habe im letzten Jahrhundert Lehrgeld bezahlt, so etwas sei nicht mehr denkbar. Doch die USA befinden sich derzeit in einer Depressionsphase, wie der Chefökonom des Businessweek erklärt.

Aus diesem Grund ist, so sagt dies der Schweizer Narr, die jüngste IFO Lagebeurteilung und die Erwartungen ein Produkt der Verblendung, auch wenn die Erwartung schon leicht negativ beurteilt ist. Aber eben, für den Schweizer Narr leichtsinnig analysiert. Die Grafik gibt Anlass zur Hoffung, man könne aus der Rezessionsphase stets wieder ohne Umweg über die Depression in den Aufschwung einmünden. Die unten abgebildete sogenannte Konjunkturuhr unterschlägt die Möglichkeit einer Depression.

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Der Schweizer Narr empfiehlt aber in folgende Konjunkturzyklen zu unterteilen: 

Aufschwungphase (Expansion), der Hochkonjunktur (Boom), Abschwungphase (Abkühlung), der Rezession und dem zusätzlich möglichen Phasentief (Depression). Es ist zwar so, dass der Rezession meistens gleich der Aufschwung folgt, aber es kann eben auch eine sehr lange Depression eintreten.

Warum das wichig ist?  Weil die Depression sehr lange dauern kann, die Rezession jedoch im Normalfall direkt in eine Aufschwungphase umkehren kann und einiges kürzer ist. Weiter ist eine Besonderheit der Depressionsphase, dass nicht nur das Vertrauen in die Wirtschaft sinkt, sondern auch in den Staat. Eine weitere Besonderheit wird von vielen Wirtschaftsfachleuten unter den Tisch gewischt, nämlich dass eine Depression dann entsteht, wenn das Vermögen zu einem hohem Teil auf dem Konto einiger weniger Reichen liegt, die unteren Schichten zuviele Schulden haben als dass man ihre Arbeitsleistung noch genügend zur Abschöpfung verwerten kann. 

Es wird dann der Staat veranlasst Schulden bis weit in die Zukunft zu machen, es wird Geld gedruckt. Danach folgt der Vertrauensverlust in den Staat.

Sehen Sie auch im unteren Teil dieser Webseite nach, warum Sie zwischen Rezession und Depression aus Überlebenswichtigen Gründen unterteilen müssen, denn sie müssen verschieden handeln! 

Die Politik der Kanzlerin wird sich dann noch an einer Rezessionsphase orentieren, wenn die Depression schon eingekehrt ist, die Grafik des IFO warnt hier nicht. 

Da die Politik zu allen Zeiten unter dem Einfluss der Finanzlobby steht, die Reichen die Einfluss besitzen weiterhin hohe Gewinne abschöpfen wollen, so wiederholt sich in bestimmten Abständen, dass es ohne die Umverteilung nach Unten nicht mehr weitergeht.

In der letzten Depressionsphase war dies der Fall in den USA, der Krieg funktionierte wie ein Umverteilungsmechanismus wieder nach unten.  Als der spätere US Präsident Franklin D. Roosevelt als Governor des bankrotten New York die Einkommenssteuer um 50% erhöhte, legte er damit den Grundstock zu seinem späteren Erfolg. Reiche mussten dabei mehr bezahlen als die unteren Schichten.
Unter dem Schlagwort New Deal führte er einschneidende Wirtschaftsreformen zugunsten grösserer sozialer Verantwortung durch. Die Republikaner bezeichnete er damals als Partei der Millionäre, die sich der Verantwortung zu stellen hätten. Ähnlich wie unter Bush stürzte damals Präsident Hoover das Land durch seinen Privatisierungswahn und das Laissez-faire gegenüber der Wirtschaft in die Depression.

Doch so leicht liess sich die Depression nicht abschütteln, der DOW benötigte ca. 10 Jahre um sich wieder etwas von seinem Tiefpunkt von schwarzen Freitag 1929 zu erholen, insgesamt benötigte die Durststrecke aber fast 20 Jahre!

Massgeblich war dann der zweite Weltkrieg entscheidend, sowie der damit einhergehende Boom in der Rüstungsindustrie, wobei deren Kosten über Kriegskostenbeteiligung von den wohlhabenden Schichten abverlangt wurden. Auch Inflation kann für Umverteilung nach Unten sorgen, obwohl dann weite Teile der Bevölkerung verarmen. Durch den Zusammenbruch der Wirtschaft waren 1932 rund 25 % aller US-Amerikaner arbeitslos.  

Die vorangetriebene technologische Entwicklung in den USA sorgte damals ebenfalls dafür, dass die unteren Gesellschaftsschichten wieder zu Geld kamen.  Besonders die Sozialreformen welche Roosevelt über dessen Regierungsperioden durchführte, sie wurden später teilweise wieder rückgängig gemacht, dieser Prozess begann nach dessen Tod.

Im Prinzip ist aber nur wichtig zu wissen, dass in Perioden von ca. 60 Jahren immer wieder eine Entwicklung eintreten kann, der von einer zu hohen Umverteilung des Reichtums nach oben gekennzeichnet ist. Hier im Blog habe ich viele male ausgeführt, dass die letzte Aufschwungphase der Wirtschaft vor allem in den USA und Teilen Europas, nur noch Geld in die Taschen einiger weniger Reichen brachte.

Tritt diese Phase ein, dann ist es möglich, dass eine folgende Rezessionsphase direkt in eine Depressionslage einschwenken kann. Da sich die unteren Schichten verschuldet haben, kann der Privatkonsum nicht mehr anspringen.  Anstelle das angesammelte Vermögen aber wieder nach Unten zurückzugeben, versuchen die “Finanzingenieure” die Geldmenge zu erhöhen und Schulden auf kommende Generationen abzuschieben.

Wie oben bereits genannte Webseite aber besagt, kann dadurch nach einer gewissen Deflations-Dauer eine starke Inflationslage eintreten. Der Schweizer Narr folgt einigen Analysten in der Bewertung, dass voraussichtlich im nächsten Jahr eine solche Situation auftreten könnte. Gefährlich ist eine weitere Entwicklung, welche sich neoliberale Kräfte, aber sogar auch einige Linken auf die politische Traktandenliste geschrieben haben: Die weltweite Regulierung der Finanzmärkte.

Zwar wäre ein solches Organ unter demokratischem Einfluss wünschenswert, aber Demokratie scheint dabei nicht erwünscht zu sein, auch weil viele inzwischen mächtige Staaten keine Demokratie besitzen!

Damit soll vor allem die gegenwärtige Reichtumsverteilung aufrecht erhalten werden, was der Schweizer Narr denkt, vermutlich nur mit Gewalt möglich sein wird. Wie auch immer, auch Angela Merkel dürfte irgendwann bemerken, dass das Deutsche IFO Institut sie nackt vor dem Deutschen Publikum dastehen lässt, in einem Land welches höchstwahrscheinlich den USA in die Depressionslage folgen wird. 

Mandel, der Chef Ökonom von Business Week sagt (frei übersetzt) im verlinkten Beitrag: Die Rückschau in die Vergangenheit (der grossen Depression) bildet keine Garantie für eine Rückkehr des Wirtschaftswachstum auch in unserer Zeit! (…past returns are no guarantee of future performance).

Ganz modern ist es ja, dass anders als im letzten Jahrhundert, Pensionskassen in den Börsen viel Geld angelegt haben. Dieses Geld wird nun von der Finanzlobby ohne Rücksicht auf Verluste verwendet, um die Märkte zu stützen. Dies geschieht mit vollem wissen der Politiker. Sollte dieses Kapital verloren gehen, so stehen Millionen Menschen vor einer sehr ungewissen Zukunft!

Der Schweizer Narr sagt schon längst, die Anlage von Alterskapital im Spielkasino war und ist ein schweres Verbrechen.

 27 Feb 2009 @ 4:19 AM 
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Die Schweizer Gossenzeitung ‘Blick’ wühlt mal wieder in fremden Privatangelegenheiten.

Der Titel des Berichts, ‘Herr Bundesrat der Ringe’, soll offenbar die Leute dazu bringen sich über das Privatleben des Schweizer Bundesrats zu wundern. Natürlich lässt die Bildung der ‘Blick’ Journalisten wieder mal stark zu wünschen übrig! Ausgerechnet über Herrn Leuenberger spekulieren sie, dass dieser einen Ring mit roter Koralle tragen könnte.

Weiss man beim Blick denn nicht, dass rote Korallen in den Weltmeeren laut WWF unter Naturschutz stehen? Wissen die Journalisten des Blick auch nicht, dass Herr Bundesrat Leuenberger vor kurzem an einer UN- Artenschutzkonferenz weilte?

Dafür weiss Blick natürlich bestens über die Wirkung des Steines auf die Libido des Bunderates Bescheid, streuen also Aberglauben und den Glauben an Magie unter ihre sonst schon beschränkte Kundschaft.

Nebenbei wird noch schnell Werbung für die Enzyklopädie der Steinheilkunde» aus dem AT Verlag eingewoben. Dass die Blickleser auf esoterisches und virtuelles Stalking stehen, das haben die Markforscher des Verlags natürlich längst erkannt.

Schlägt man die Homepage des Blick auf, dann wundert sich der Schweizer Narr nicht mehr, warum die Welt der Schweizer kurz vor der endgültigen Verblödung steht und die Lemminge in seichtem dahinglauben über die Klippen ihres seelischen Gleichgewichts fallen. Der Blick schafft es wohl dass ihre Leserschaft an alles Andere als über sich selbst nachdenkt, den Rest des Lebens selbstvergessen wie die kauenden Riesensaurier aus der Urzeit, dem schnellen geistigen Alterungsprozess zueilen.

Vielleicht kauft der eine oder andere der Blickleser aus Gründen der Libido nun einen Korallenring, womit der dumpe Blick-Journalismus den Bundesrat (der Artenschutz betreibt) unglücklich macht und zweitens die Korallenräuber nebenbei unterstützt…

…denn sie wissen nicht was sie schreiben, alle diese vielen Mr Jones dieser Welt.

Je mehr sie schreiben, desto schneller sterben Tier- und Pflanzenarten aus, werden ökologische Ressourcen geplündert, desto schneller hängt der Mensch an Psychiatrie und gleitet in allerlei Irrglauben ab. Mit jedem Satz dieser Sensationsreporter entwickelt sich ihre Leserschaft wieder etwas mehr zurück aus der Evolution zum Menschen.

Nebenbei, wie stehts um den ‘blauen Ring’ von Arnold Schwarzenegger?

arnold_schwarzenegger_blaue

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Categories: Bundeshaus, Gesellschaft, Medien, Satire, Schweiz
Posted By: sCHwizzer Narr
Last Edit: 22 Mrz 2009 @ 05 20 PM

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