



Den Artikel aus der NZZ möchte der Schweizer Narr im Vergleich zu der eigenen wirtschaftlichen Zukunftsprognose für die Schweiz referenzieren .
Nouriel Roubini äussert sich dabei aus US Amerikanischer Sicht zu den Rettungspaketen.
Wie der Schweizer Narr für Europa bereits berichtet hat, so scheinen die Töpfe auch in den USA zuwenig voll um die Finanzkrise in diesem Jahrausschwitzen zu können.
Roubini gibt an, dass hierzu noch eine zusätzliche Billion US$ dazu notwendig wäre um die Kreditfinanzierungsinstitute zu reten.
Neben weiteren Börseneinbrüchen sagt Roubini voaraus, dass das Schlimmste erst noch bevor stehe. Auch in Europa drohe vielen Banken Insolvenz, oder sie seien es bereits jetzt auf Staatskosten.
Das weltweit vergebene Kreditvolumen im Jahr 2008 lag gemäss George Soros gegenüber dem BIP um 360% höher. Die Erfahrung aus dem 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, wo das Volumen zu Beginn der Finanzkrise 130% des BIP betrug und daraufhin 1932 bis 260% angestiegen war, lässt nun ein Anwachsen des Kreditvolumens auf ca. 700% des BIP erwarten.
Dieses enorm hohe Missverhältnis zwischen Kreditvolumen und BIP wird nach Ansicht des “Schweizer Narr” zu einer langjährigen Belastung der Staatshaushalte führen. Niemand kann diese hohe Summe innert Jahresfrist aufbringen, man muss tatsächlich eher mit 10 Jahren rechnen.
Eine schnelle Lösung ist bei der gegenwärtigen Krisenpolitik nicht zu erwarten, denn die maximal mögliche Umverteilung des Reichtums in die Hände weniger wurde gegen Ende 2007 erreicht und dies wird gegen alle Venunft zu erhalten gesucht. Es war ja gerade die zahlungsunfähig gewordene US Mittelschicht, welche das Kreditgebäude zum Einsturz brachte. Doch die USA war hier nur etwas weiter fortgeschritten als in den übrigen grossen Wirtschaftsnationen. Ohne Umverteilung des Reichtums, wieder nach unten, kann der Wirtschaftsmotor nicht mehr anlaufen. Was nutzen tiefe Zinsen wenn die unteren Schichten diese nicht zu nutzen vermögen?
Der Druck auf die Sozialwerke in der Schweiz und der damit verbundene zu erwartende Einkommensrückgang bei bezugsberechtigten Versicherten ist nicht dazu angetan in diesem Land die Wirtschaftskrise zu entschärfen. Die BVG Kassen würden einen weiteren Börseneinsturz, sowie eine längere Volatilität auf gleichem Niveau nicht verkraften, was gewiss Auswirkungen auf die Zahlungskraft der Rentner haben wird. Auch die Krankenkassen haben sich an den Börsen verspekuliert, was schlussendlich die Versicherten bezahlen müssen.
Gegenwärtig scheinen noch viele Menschen die Folgen der Krise auf ihr zukünftiges Einkommen zu verdrängen, daher wird der Einbruch im Privatkonsum in der Schweiz noch etwas hinausgezögert. Gegen Mitte dieses Jahres, so berichtete dies der Schweizer Narr bereits, wird sich das Klima beim Privatkonsum drastisch nach unten ändern.
Die Reaktionen der Schweizer Regierung auf die Finanzkrise ist vollständig auf den Schutz der Finanzlobby ausgerichtet. Der Erhalt sozialer Sicherheit erhält nicht die notwendige Aufmerksamkeit. Exemplarisch sieht der Schweizer Narr in der plötzlich vorhandenen Aufnahmebereitschaft für Guantanamo Häftlinge weniger humanitäre Absichten, als eine Anbiederung an Barack Obama mit dem Ziel die UBS Steuerhinterziehungsaffäre in den Folgen abzuglätten. Die SP Bundesrätin Calmy Rey wird sich hierzu einem unheilvollen Zweckbündnis mit dem Advokaten des Teufels, Bundesrat Hans-Rudolf Merz, unterzogen haben.
Frau Bundesrätin Doris Leuthart wiederum entpuppt sich immer mehr als neoliberaler Hilfsmotor der Schweizer Boni-Unkultur. Während sich in den USA Barack Obama gerade aufmacht um diese Unkultur überrissener Manager Lohnsysteme zu stoppen drückt Doris Leuthart öffentlich auf die Tränendrüse für die Schweizer Finanzlobby.
Weiterführender Link zu meiner Titelgrafik mit dem Schuh den ich dort ins WEF ‘eingepflanzt’ habe:
“Für seinen Schuhwurf auf den früheren US-Präsidenten George W. Bush ist der irakische Fernsehjournalist Montasser al-Saidi in seiner Heimat jetzt mit einem besonderen Denkmal geehrt worden.
Der Bagdader Künstler Laith al-Ameri schuf in der nordirakischen Stadt Tikrit ein drei Meter hohes und zweieinhalb Meter breites Denkmal eines riesigen Schuhs aus Bronze, der dem Wurfgeschoss des Journalisten nachempfunden ist und aus dem ein Baum aufragt.”




Entgegen vieler öffentlich publizierter Voraussagen von ‘Experten’, wird die Finanzkrise mindestens noch 3 Jahre andauern. Nach Einschätzung des ‘Schweizer Narr’ wird die Krise aber etliche weitere Jahre die Politik und uns Menschen in der Schweiz beschäftigen.
Der Beleg für meine These liegt an einigen bekannten Fakten, die in unserem Nachbarland publiziert wurden. Deutschland kommuniziert trotz aller Unsicherheiten transparenter als die Schweiz, zumindest in der Informationspolitik über Rettungspakete. Unser nördlicher Nachbar gehört zu den wichtigsten Handelspartnern der Schweiz und ist daher ein massgeblicher Wirtschaftsfaktor.
Die Verluste über ‘faule Kredite’ wurde durch die Globalisierung der Finanzwirtschaft über alle Grenzen hinweg verteilt. In Deutschland wurde die Finanzmarktstabilisierungsanstalt ‘Soffin’ ins Leben gerufen, um die Staatshilfen für den Finanzsektor zu organisieren. Wegen der unterschiedlichen Fälligkeitsdaten der ‘faulen Papiere’ und aus Gründen der Lastenverteilung, wurden die Finanzhilfen auf 36 Monate festgelegt.
Dem Staatsesel kann nicht der gesamte Verlust der Banken innert Jahresfrist aufgebürdet werden, daher wird diese Krise auch länger andauern als uns die Politiker in der Schweiz weis machen wollen.
Die Verluste müssen über mehrere Jahre verteilt werden. In Deutschland bürgt der Staat für 3 Jahre gegenüber den angeschlagenen Finanzinstituten.
im (Der Spiegel) heisst es daher:
“Dass die Frist für Bürgschaften verlängert werden müsse, sei inzwischen Konsens. Bisher kann der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) die deutschen Institute nur bis zu 36 Monaten mit Garantien für Kreditabschreibungen stützen.”
Wenn die Frist für die Hilfspakete verlängert werden muss, so kann man davon ausgehen dass auch die Probleme bei Kreditvergaben an die Realwirtschaft solange weiter andauern werden. Ebenso stehen daher weitere Insolvenzprobleme in weiten Teilen der Wirtschaft bevor. Lösungsmodelle über eine sogenannte ‘Bad Bank’ würde den Staatshaushalt und damit die Bürger weiter stark belasten.
Wie man es auch dreht und wendet, die Abarbeitung der Schulden wird sowohl den Staat als auch die Wirtschaft über Jahre hinweg beschäftigen.
Besonders die Finanzkrise in den Entwicklungsregionen der EU, gibt Anlass zu Sorge. Diese Länder haben hohe Schuldenlasten zu bewältigen, auch gegenüber der Schweiz.
Da also sowohl die EU als auch die USA noch über Jahre mit der Abarbeitung von Schulden beschäftigt sein werden, so wird dies auch Auswirkungen auf die Schweizer haben.
Insofern es sich gezeigt hat dass in der Schweiz die Interessen der Finanzmanager offenbar über den Interessen der Steuerzahler liegt (so wurde in der Schweiz das Rettungspaket für die UBS politisch ausgearbeitet), so werden vermutlich in Zukunft in der Schweiz die Sozialwerke beschnitten werden. Sämtliche Vorzeichen in der Politik, egal ob aus der Regierung oder im Parlament. die Mehrheit scheint auf der Seite der Finanzologarchen zu sein. Eines der ersten Opfer wird die AHV/IV Revision werden, welches der Senkung des Mindestumwandlungssatzes der BVG Kassen folgen wird.
Der Schweizer Narr rechnet insgesamt in der Schweiz mit einem starken Rückgang des Privatkonsum infolge des Abbau der sozialen Sicherheit und des Rückgangs in der Exportwirtschaft. Die Schweizer werden ärmer werden, wohingegen aber die reichsten Bevölkerungsteile wenig Einbussen erleiden werden. Voraussichtlich dürften die Auswirkungen der Krise (infolge rechtsbürgerlicher und neoliberaler Mehrheiten in der Schweiz) auf den durchschnittlichen Steuerzahler und Arbeitnehmer in der Schweiz mehrere Jahre andauern.
Derzeit erhalten in der Presse die UBS Boni grosse Aufmerksamkeit, doch der Schweizer Narr sagte die Auswirkung der Politik auf die Bonipolitik bereits im Dezember voraus.
Es ist lächerlich nun jemand anderen verantwortlich zu machen als die Regierung unter Bundesrat Merz und Leuthart, den Finanzkommissionen des Bundes und Ständerates und vor allem der rechtsbürgerlichen Parlamentsmehrheit. Die Schweiz ist erkennbar weitgehend von der Finanzlobby kontrolliert.




Vor kurzer Zeit besuchte Peter Katzenstein anlässlich der Jahrestagung des Instituts für Politikwissenschaft St. Gallen die Schweiz. Von dort vernahmen die Schweizer bedrohliche Worte über einen möglichen finanziellen Kollaps der Schweiz (Bitte lesen Sie den verlinkten Beitrag auf Swissinfo, bevor ich fortfahren kann).
Dieser Peter Katzenstein ist kein ein unbedeutender Professor, er gehört nämlich der äusserst einflussreichen CFR an (Council on Foreign Relations). Im weiteren gehören seine Bücher über Sicherheitspolitik zu wissenschaftliche Standardwerken in den USA und Europa. Der 1996 verfasst Sammelband ‘The Culture of National Security’ wirkt bis Heute in Europa autorativ nach. Katzenstein ist ein Konstruktivist in seinem wissenschaftlichen Vorgehen. Während in den USA die Beiträge zum Konstruktivismus in den Forschungsprogrammen der Denkfabriken längst zu der gegenwärtigen Sicherheitspolitik der USA führte, wurde unter dem Begriff ‘New security Theory’ in Europa damit erst begonnen.
Was Sie nun lesen werden, das finden sie weder auf Swissonline noch in anderen Medienkommentaren über Peter Katzenstein und seine konstruktivistischen Forschungsarbeiten welche aber die Denkweise der Eliten beeinflusst.
Es handelt sich bei diesem Coucil um die einflussreichste Lobby in den USA und in Wirtschaftsfragen von weltweiter Bedeutung. Die grössten und mächtigsten Finanzkonzerne steuern über den CFR die wirtschaftlichen Beziehungen der USA nach innen und gegen aussen. Es gibt Stimmen die besagen dass der CFR mächtiger ist als der US Präsident selbst. Das finanzielle Netzwerk des CFR ist sehr weit verwoben und gilt als das Zentrum des neoliberalen Kapitalismus der modernen Zeit. Das Credo des CFR lässt sich vielleicht mit folgenden Worten zusammenfassen: “Eine auserlesene Elite muss für den Pöbel das Denken übernehmen.”
Letzthin berichtete der Schweizer Narr über einen einflussreichen Wirtschaftsredaktor Gideon Rachman aus England, welcher sich für eine Weltdiktatur im Sinne der Überwindung der Finanzkrise aussprach. Dieser Redaktor ist eingetragen bei Bilderberg und dem Brooking Institut.
Brookings wird vom CFR beeinflusst, zusammen mit vielen weiteren konservativen Denkfabriken.
Susan E. Rice bildet im Theam von Barack Obama den Brückenschlag zwischen dem Brooking und dem CFR, sie gehört gleich beiden Organisationen an. Im Team von Obama sind Anthony Lake, Zbigniew Brzezinski, Richard Clarke, Ivo Daalder,Dennis B. Ross, Lawrence Korb und Bruce Reidel gemeinsam die Kräfte für die Interessen des CFR, sie sind alle Mitglieder. Einige sind auch beim PNAC Mitglied, etwa Anthony Lake,Ivo Daalder und Dennis B. Ross. Alle diese Institute gehören, zusammen mit dem Hudson Institut zum neokonservativen Elite-Netzwerk der USA. Am Besten kann man dies erkennen anhand des NNDB Mapper, wer etwa die Neokonservative Universität Chicago kontrolliert. Da gibt es ein ausgewogenes und fein gesponnenes Spinnenetz von Beziehungen, genauso wie das in der neuen Regierungselite von US Präsident Barack Obama auch gewoben wird.
Sehen Sie sich im NNDB Mapper doch auch weitere Beziehungsnetzwerke über die Suche an, etwa die von Dennis B. Ross: CFR Bilderberg, Aspen Institute, Project for the new American Century (PNAC). Übrigens gehörte der verstorbene Samuel P. Huntington, der Autor des verhängnissvollen Werkes ‘The Clash of Civilisations’ zum CFR dazu. Klicken Sie nur mal mit der Maus auf den ‘Council on Foreign Relations’ Button, da werden dann 979 Namen zur Auswahl gestellt. Der Weltbankpräsident Robert Zoellik gehört auch zu diesem Club, auch zu Bilderberg,Aspen PNAC.
Es tauchen also immer wieder dieselben neokonservativen Denkfabriken auf.
Nun also zum CFR Mitglied Peter J. Katzenstein. Dieser hat zusammen mit Robert Keohane ein Buch mit dem Namen Anti-Amerikanismus in der Weltpolitik geschrieben. Sein Werk Eine Welt der Regionen: Asien und Europa im Amerikanischen Imperium, wäre mit Samuel P. Huntingtons Buch verglichen worden (siehe oben erwähnt).
Der seit dem Irak-Krieg wachsende Antiamerikanismus schwächt den globalen Einfluss der USA, diese These wird in dem Buch zu relativieren versucht. Katzenstein und Robert Keohane glauben feststellen zu können, dass die Welt mit dem was die USA tun einverstanden wäre und dass die Welt nur Probleme habe mit dem was die USA darstellt. Mit anderen Worten, Eifersucht auf die USA bildet den Grundstock zum Antiamerikanismus, aber wenn man so stark wäre wie die USA, dann würde man es genauso machen. Die vielen Facetten des Antiamerikanismus reflektiere die ‘Vielwertigkeit’ in den USA selbst “The complexity of anti-Americanism reflects the polyvalence of America itself”.
Jetzt aber den Bogen geschlagen von Gideon Rachman zu Peter J. Katzenstein und der Universität St. Gallen. Was glauben Sie über welches Theme der Professor gesprochen hatte dort? Das Thema war Global Governance und als Fragezeichen Einflüsse über die Nationale Demokratie!
Im Zentrum der Tagung stand eine öffentliche Plenarveranstaltung zum Thema «Global Governance»
Die Weltdiktatur wird unter dem Decknamen Global Governance dem verehrten Schweizer Eliteclub in Form politwissenschaftlicher Vorarbeiten, behutsam vorgetragen.
Der Begriff “Global Governance” ist eine Bezeichnung für internationale Politik, bei der kooperative Entscheidungen dezentral ohne bestimmende Regierung oder Obrigkeit getroffen werden, mit anderen Worten, ausserhalb der Demokratie. Dies ist auch das Ziel von Gideon Rachman. Es geht nun darum wie sich kleinere Staaten wie die Schweiz an der GG beteiligen könnten. Wie wird der Brückenschlag von lokaler Demokratie zur Teilhabe an einer von der Finazlobby gesteuerten Weltdiktatur ermöglicht.
Lesen wir also bei Gideon Rachman, dem Redaktor der Financial Times nach, wie sich dieser das Global governance vorstellt, denn unter diesem Tag hat er seinen Blogbeitrag dort abgelegt!
A “world government” would involve much more than co-operation between nations. It would be an entity with state-like characteristics, backed by a body of laws.”
Weiterlesen muss man dann in der Referenz zu seinem Blogbeitrag “can be read here“
“But – the third point – a change in the political atmosphere suggests that “global governance” could come much sooner than that. The financial crisis and climate change are pushing national governments towards global solutions, even in countries such as China and the US that are traditionally fierce guardians of national sovereignty.”….
“There are good and bad reasons for this. The bad reason is a lack of will and determination on the part of national, political leaders who – while they might like to talk about “a planet in peril” – are ultimately still much more focused on their next election, at home.
But this “problem” also hints at a more welcome reason why making progress on global governance will be slow sledding. Even in the EU – the heartland of law-based international government – the idea remains unpopular. The EU has suffered a series of humiliating defeats in referendums, when plans for “ever closer union” have been referred to the voters. In general, the Union has progressed fastest when far-reaching deals have been agreed by technocrats and politicians – and then pushed through without direct reference to the voters. International governance tends to be effective, only when it is anti-democratic.”
Dies ist die Stossrichtung und die Schweiz soll sich daran beteiligen. Peter J. Katzensteins massive Warnung an die Schweiz erhält damit eine neue Bedeutung. Um die Schweiz vor dem Untergang zu schützen muss jedes Fränkli eingesetzt werden, so sagte dies Katzenstein via den Medien. Was die Medien allerdings der Öffentlichkeit nicht mitteilen, dass sind die Lösungsvorschläge die von Katzenstein und weiteren Politikwissenschaftlern an der Tagung vorgeschlagen wurden.
Unter US Angelsächsische Führung soll die neue globale Macht kommen. Katzenstein hat sich in seinen Büchern gegen Regionalpolitik ausgesprochen, er ist also der Mann der Stunde für die Schweiz, um unseren Eliten zu erklären wie man es machen soll, den Einstieg ins neue Zeitalter der Weltdiktatur. Die Vorarbeiten dazu laufen als Politikwissenschaftliche Arbeiten und werden mit Statistiken und Mathematik raffiniert ins Denkprogramm unserer Eliten eingemischt.
“Globale Wirtschaft – nationale Demokratie?”, dieser Oberbegriff setzte den Namen für den 50. Jahreskongress der Schweizerischen Vereinigung für Politikwissenschaft auf dem Campus der Universität St. Gallen!
Der Schweizer Organisator der Veranstaltung, nämlich der Politikwissenschaftler Daniele Caramani, bläst in daselbe demokratiefeindliche Horn. Im über google zugänglichen Buch von Jose Maria Magone ‘The New World Architekture’ kommt er zu ähnlichen Schlüssen wie besagte Herren von der Financial Times und Katzenstein, Demokratie ist eine Gefahr wenn man in grossen weltweiten Dimensionen denkt.
Grösse und Umfang einer Organisationsform (wie etwa die EU) würde mit Demokratie als politischen Background das Regieren erschweren.
Für die Veranstaltung in St Gallen wurde auch in Finanzzeitungen geworben, es soll um Schützenhilfe bei den bereits an nichtdemokratische Mittel gewohnten Finanzlobbysten geworben werden.
Daniele Caramani, Professor für Comparative Politics (Vergleichende Politikwissenschaft), beschäftigt sich übrigens wie Katzenstein und dem verblichenen Huntington (Ebenfalls Verfasser von Büchern über Comparative Politics) mit dem clash of civilisations, unter Erwähnung der Religionen Christentum ,Islam und die Expansion der Religionen. Ebenso analysieren sie alle die Politischen Systeme in Europa. Alleine die Tatsache das Huntington mit seinem Buch in den USA in der Politik die Begriffskration ‘Achse des Bösen’ ausgelöst hatte, sie zeigt wie gefährlich Wissenschaft auch sein kann.
Offenbar sind die Professoren nun neugierig geworden um Systemen nachzugehen welche das neu zu entwickelnde Global Government im Dienst der Wirtschaft konstruiert sehen möchten, mit anderen Worten dass die Finanzlobby unter Ausschaltung demokratischer Entscheidungsprozesse die Welt regiert! Konstruktivisten in der Politikwissenschaft sind der Auffassung dass Wissen, Erkenntnisse, Zusammenhänge, Ideen und andere Inhalte vom Menschen konstruiert, also nicht naturgegeben sind. Der Konstruktivist ist der Ansicht das seine wissenschaftlichen Arbeiten dazu dienen können neue Ansätze und Lösungsmodelle für die Politik zu finden und herauszuarbeiten in soenannten Denkfabriken. Die Ergebnisse sollen dann in eben solchen Cams wie in St Gallen diskutiert und in die Denkweise der Eliten eingebettet werden.
Die Welt ist zu Gross um sie Demokratisch führen zu können, so besagen dies die statistischen Rechenmodelle der Professoren, weg mit Gefühlen und ach so menschlichen Ansprüchen von Gerechtigkeit.
Den Schweizer Narr erinnert die Idee einer Antidemokratischen Weltregierung an die Überlegungen des Arztes Auguste Forel, nur dass der Mensch dort nicht Politisch sondern Medizinisch maschinentauglich gemacht werden sollte. Nur der nach der damaligen konstruktivistischen Einschätzung gesunde Mensch habe das Recht um zu leben und Nachkommen zu zeugen.
Den Kopf dieses Eugenikers druckten die Schweizer Notenbanken bis 1998 auf die sFr. 1000er Noten.
Forel sagte einst: “Ich war stets und bleibe der Meinung, dass man viel zu viel blöde, kranke, degenerierte und schlechte, dagegen viel zu wenig gesunde, intelligente, arbeitsame, gute, sozial brauchbare Menschen besitzt. Ich bin Gegner des Quantitäts-, aber Freund des Qualitätsmalthusianismus, somit Anhänger einer bewussten und vernünftigen Eugenik, wie sie F. Galton vertritt.”
Der Schweizer Narr hält die diktatorischen Weltregierungsideen der weltweiten Finanzlobby für eine Art politische Eugenik. Hinter einer Antidemokratische Weltregierung lauern dieselben verfaulten Konstrukte die einst die Intelligenzia zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt hatte. Der Konstruktivismus als Erkenntnistheorie, der Neoliberalismus als Parteien übergreifende Wirtschaftsdoktrin, dem Steuerungsverzicht der demokratisch gesteuerten Politik auf eine neu zu schaffende Weltregierung, sie verlangt nach der Schaffung neuer Eliten.
Wer nicht zu dieser Elite gehört, der soll in Zukunft als zuwenig Gesund gelten um Weltpolitik betreiben zu können!
Der Konstruktivist bringt die Erkenntnis und der elitäre Neoliberalismus regiert die Welt. Es geht nicht mehr darum Herrschafts und Machtverhältnisse, Unterdrückungsmechanismen wie Rassismus,Antisemitismus oder Sexismus zu analysieren Zusammen mit der Spieltheorie bildet der Konstruktivismus das Gefäss um Ungerechtigkeit als weniger interessant zu betrachten, dafür den Erfolg von reinen gesellschaftlicher Konzepte in den Vordergrund zu stellen. Egal ob Demokratie oder Diktatur, mit mathematischen Gleichungen wird der Überlegenheitsfaktor herausgemeisselt und angepriesen.
Die politische Eugenik entsteht über die konstruktivistische Erkenntnislehren und Konzepte, zum Beispiel anhand der Haltung des Westens zu Saudi Arabien sichtbar. Sofern die Eliten dort am Neoliberalismus andocken, gelten sie als Teilhaber von dessen Erfolg und sind somit Gesund. Welches Regierungssystem dabei zur Anwendung kommt spielt keine Rolle, denn die Spieler an der Macht haben jene gesunden Mechanismen herauszubilden vermocht, welche ihnen im Rahmen der globalisierten Finanzlobby den Erfolg sichert. Wenn nun der Saudische Grossmufti Abdul-Aziz Al al-Sheikh Zehnjährige Mädchen als Ehefähig im Sinne des Gesetzes bezeichnet, so spielt dies sicherheitspolitisch im Sinne der Konstruktivisten, zur Beurteilung Saudi Arabiens keine Rolle.
Wenn der Sheikh noch dazu den Wert der Eliten gegenüber ‘dem Mob’ hervorhebt, so brauchen sich US -Konstruktivisten die über Sicherheitspolitik nachdenken ja keine Sorgen zu machen, es kann ausgeblendet werden. Der Unterschied zu den Iranern besteht für den US Konstruktivisten und Angehörigen des CFR darin, dass dieses Land einen ungesunden Weg beschritten hat, sprich seine finanzielle und politische Unabhängigkeit vom neoliberalen Kapitalismus anstrebt. Das kann nur Krankheit bedeuten.
Lesen Sie dazu zum Beispiel das Buch Neoliberalismus von Christoph Butterwege, Bettina Lösch und Ralf Ptak.
Auch damals, zur Zeit der Einführung der Eugenik in die Politik, war die Schweiz ein Zentrum der (medizinischen) Eugenik, warum sollten nicht politische Eugeniker ebenfalls in der Schweiz ihr Tischleindeckdich erhalten?
Die Eugenik behandelt die Menschen wie Maschinen, ohne Herz und genauso Herzlos fällt die Politikwissenschaft nun über das Thema Global Governance her, entsprechend den letzten Ausdünstungen des erodierenden Neoliberalimus. Dies geschieht nich mit öffentlich wirksamen gepolter, sondern in den elitären neokonservativen Hinterstuben politischer ‘Denkfabriken’, etwa den Weisen Männern und Frauen des Council on Foreign Relations.
Die in Gefahr gekommene Finanzeliten werden nun alles daran setzen um eine weltpolitische Entwicklung einzuleiten, welche zu einer neuen Weltregierung führt, welche die Weltwirtschaft kontrolliert und die regionalen Demokratien nur wie Brutstätten betrachtet in denen sich ihre Elite ausbrüten lässt.
Als letzte Rettung für die Weltregierung soll die Diktatur gewählt werden, weil der Mensch darin nur wie eine Maschine handeln darf, die Welt ist zu gross und zu ausgedehnt um sie über Demokratie zu regulieren. Demokratie und Menschlichkeit sind ja verwandte Begriffe, für eine Weltregierung benötigt man offenbar beide nicht. Ich frage mich wie es diese Eliten mit der Erinnerungskultur halten.


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