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Collage Reich Ranicki
Collage zum Thema Reich Ranicki, anklicken für Grossansicht

 

Satzhülsen und Wortblattern steigen wie Seifenblasen in die Luft, wenn ich über Reich Ranicki nachdenke.

 

Jeder Ärger über seine Person entlädt sich aber schlussendlich in Empörung an der Gesellschaft die ihn umgibt.

 

Wie hatte ich mich geärgert, als Reich Ranicki kurz nach dessen Kritik am Deutschen Fernsehen, Werbung für die Telecom machte. Darin enthalten las ich den Satz: Bei uns findet jeder ein Fernsehprogramm, das ihm gefällt.

 

Doch ich kann und mag aus dem erwähnten Grund Reich Ranicki nicht unabhängig von dessen Umgebung kritisieren. Nicht nur, dass dieser Mann fast sämtliche Deutsche Literatur in seinem Kopf hin und her gedreht hat, diese Arbeit war auch das Ergebnis dessen, wie er sich in der Welt durchsetzen wollte, konnte und schliesslich musste.  Es gibt kaum eine weitere Person, welche auf derart treffende Weise auch ein Spiegelbild Deutscher und Westlicher Gegenwartskultur ist.

 

Der Aufstieg des Reich Ranicki ist ohne die Art und Weise, wie sich (nicht nur) die Deutsche Kultur nach dem WKII aufbaute, nicht vorstellbar. Hinter seinem Erfolg muss sich die gesamte gedachte und geschriebene Kultur der Deutschen Nachkriegszeit und der Vorkriegszeit verbergen, so denkt dies der Narr. Diese wiederum ist  wesentlich vom Einfluss zweier Kräfte beeinflusst, dem Stalinistischen Sozialismus und dem Angelsächsischen Liberalismus.

 

Wenn eine der Satzhülsen also platzt, dann fallen die gesagten Worte auf die Gesellschaft nieder die ihn wiederum beeinflusst hat, wie ein unsichtbares Gift.

 

Der Narr hat beschlossen solche Satzhülsen zusammen zu stellen und genau dort platzen zu lassen, wie es ihrem Wert gebührt, nämlich in euren Köpfen. Lassen Sie sich also jede von Ranickis Satzhülsen in sich aufsteigen und versuchen Sie zu erkennen welches Gift oder welche Wohltat sich dabei ausbreitet.

 

Nehmen Sie Ihre Gefühle dabei ernst, denn sonst verbindet sich nicht die Erfahrung des Intellekts und des Gefühls zu der erwünschten emotionalen Intelligenz.

 

Zwischendurch habe ich zur Ergänzung Kommentare über Ranicki eingefügt, wo es mir dazu passend erschien.

 

Diese Satzhülsen dienen dem Narren dazu Kritik auf eine höhere Ebene zu bringen. Alleine durch den Hinweis des Narren, dass er die Blasen gerne in und über euch platzen sehen möchte, erzeugt er eine Kritik, die vom Narren selbst unabhängig ist. Oftmals gebe ich keinen Hinweis über den Zusammenhang, in welcher die Satzhülsen entstanden. Hierdurch soll euer Gefühl angeregt werden, dem Intellekt eine Aufgabe zu vergeben.

 

Zusätzlich zu den Satzhülsen habe ich, als auch optisch arbeitender Mensch, eine visuelle Erfahrungsebene erarbeitet. Sie können dazu das Titelbild anklicken und im Grossformat ansehen.

 

 

Die Satzhülsen (Quellen zum Zweck/Ablenkungsgefahr absichtlich nicht genannt, aber bei Nachfrage vorhanden)

 

 

Das war typisch für diese Verhältnisse (Deutschland wo er das Abitur abschloss).

Ich bitte um Aufnahme als ordentlicher Student an die Philosophische Fakultät. (Abgel. 7.4.38 und die Begründung: “jüd.” )

Es war schon eine merkwürdige Zeit (über die Zeit in Deutschland unter den Nationalsozialisten)

Wo Millionen gemordet wurden, ist die Nichtzulassung zum Studium beinahe eine Lappalie

Nein, ich habe nichts erwartet. ( nach seiner Rückkehr)

„Wenn sie schlagen, tut es weh”. (Will sagen: Wenn er gefoltert würde, würde er wohl seinen Aufenthalt preisgeben. Vater verstand. Betrifft Aufenthalt in Polen nach seiner Zeit im Warschauer Getto, im Schutz einer Polnischen Familie)

 

dass mich der Gottesdienst überhaupt nicht interessierte und schrecklich einschläfert

Gott ist eine literarische Erfindung. Es gibt keinen Gott.

Ich bin ein durch und durch areligiöser Mensch, einen areligiöseren Menschen als mich können Sie sich gar nicht vorstellen.

Mir war das schon als Kind unbegreiflich, dass jemand einen gedruckten Text liest und das für ein Gebet, ein Gespräch mit Gott hält.

Glaube?  Wenn überhaupt, dann an die Musik, nur an die Musik. (Reich Ranicki mag sie: Beethoven Piano Sonata Opus 111 , Teil2 )

Die Klarheit des Gedankens. Klarheit ist die Höflichkeit des Kritikers.

 

Andrzej Paczkowski: Dabei hatte Reich-Ranicki die Geschichte seines Lebens so wunderschön gestylt. Die Staatssicherheit figuriert als literarische Anstalt. Die Liebe zur Literatur dient ihm als Mittel der Tarnung.

“Er wird wohl niemanden umgebracht haben. Aber er lügt. Und Lüge – das ist ein Verbrechen an den Gedanken” ( über die Zeit des Ranicki im Dienst der Sozialistisch- Stalinistischen Polnischen Staatssicherheit)

 

“Es wurde damals von den Halbanalphabeten, die in der Personal-Abteilung arbeiteten, in den Akten viel Unsinn notiert.” (Reich Ranicki)

“Vielleicht hat sich eine Sekretärin verschrieben.” Und die schwarzen Dossiers über die Londoner Emigranten? “Eine so harmlose wie überflüssige Kartei.”

Die Polen haben Tuwims Lyrik nicht verdient. Seine Herkunft wurde ihm nie verziehen.

Meine „Portable Heimat“ , die Deutsche Literatur.

 

Ich will sie sehen. Ich will hören, was sie jetzt dazu sagen. Es war eine große Enttäuschung für mich. (Über ein Treffen mit ehemaligen Abiturienten aus der Berliner Zeit)

Der gleiche Zettel wie in meiner Jugendzeit, es ist ja genau der gleiche. (Fahrkarte vor und nach dem WKII in Frankfurt).

Wer wird Ihre Unterkunft, Ihr Leben hier finanzieren? (über die wichtigste Frage die Ranicki gestellt wurde nach dessen Rückkehr nach Deutschland).

 

So sehr präsent war es nicht, weil wir im Alltag ja sehr in Anspruch genommen wurden.

Es war alles noch etwas unsicher. ( Erste Zeit in Deutschland nach der Rückkehr des Ranicki )

Ich wollte weder das eine noch das andere.  (nimmt nicht jeden Auftrag an)

Das hat sich von selber ergeben. Es gab ein Problem: Wovon werde ich hier leben?

Niemand hat sich darum gekümmert, niemand wollte so etwas von mir haben. ( zum Beginn seiner Tätigkeit als Kritiker)

Ich sollte in der „Welt“ jeden Samstag die rechte Spalte der Literatur füllen.

 

Ich habe die Autoren vorgeschlagen, und er hat sich geniert zuzugeben, dass er viele davon gar nicht kannte.

Ich kannte in Polen nur DDR-Literatur. Die bundesdeutsche Literatur kam dort nicht an.

Der Ernst Mayer kam doch erst, als ich schon lange da war. Ernst Bloch kam aus privaten Gründen.

Es ging um Hauptmanns Arschkriecherei. (vor den Nazis)

Aha, da ist schon ein anderer, auch ein Jude. Ein Jude aus Polen, dieser Ranicki.“ Von da an war ich sein Feind.

Ja, aber es kam zum Krach. Der will mich von sich abhängig machen, dachte ich.

 

Wir wollten immer lauter prominente Leute in dieser Sendung haben.

Ich war für ihn kein Partner, den er hätte akzeptieren wollen. (über Adorno)

Wir haben es sehr oft in der Literatur mit infantilen Büchern zu tun

 

Ich habe diesen Wolff nie im Leben gesehen. Wie soll ich da als Zeuge auftreten?“ Da sagt er: „Das spielt überhaupt keine Rolle. (Ranicki sagte vor Gericht über vermutete Kriegsverbrecher aus)

 

“Der Kritiker hat ein reines Gewissen; er benutzt es nie”. “Ich, der Zyniker und literarische Mörder, bin mir dessen bewusst: Ich habe Menschen nicht selten Leid zugefügt. Aus verschiedenen Gründen. Man kann sie bezeichnen als Unabhängigkeit des Urteils und der Feder; oder als Ehrlichkeit; oder als Mut.”

zu wenig Platz ist für die Verurteilung und Verketzerung des Eros und der Sexualität zu der die christlichen Kirchen seit Jahrhunderten kräftig beigetragen haben.

 

“Diese Veranstaltung ist ganz ungewöhnlich”, Schon deshalb, weil ich  das erste Mal erlebt habe, dass ein Germanist, nämlich der Lobredende Dekan, alle meine Bücher gelesen hat.

Mich hat einmal der polnische Rundfunk angerufen”, sagt Marcel Reich-Ranicki. “Die wollten, dass ich so ein Literarisches Quartett für den Hörfunk mache. Wisst Ihr was? Ich könnte so was machen.

 

Aber ich glaube nicht, dass die Polen glücklich wären, wenn ein Jude ihnen sagt, was sie lesen sollen.”

Ich weiß nicht, warum. Es sind fünfzig Jahre vorbei, und ich erinnere mich an alle Details, als ich hierher gekommen bin.

 

Ich habe nicht gewusst was hier auf mich wartet. Ich gehöre nicht in diese Reihe. “Das Fernsehen muss sich mehr Mühe geben” . «Clowns, Unsinn, Blödsinn, Dreck».

Der Rauswurf ist eine logische Folge ihrer Attacken. “Sie hat Dinge gesagt, die nicht durchdacht waren. Sie hatte wohl genug von dieser Arbeit.” ( Zu Elke Heidenreich )

Nach Streit um Heidenreich: Reich-Ranicki soll ZDF über die Nachfolge beraten

 

„Ja, dafür hat er Geld bekommen. Die Idee zur Anzeige ist spontan entstanden. Wir haben die öffentliche Diskussion nach der Rede beim Deutschen Fernsehpreis aufgegriffen, einen Entwurf gemacht und Reich-Ranicki gefragt, ob er mitmacht – glücklicherweise hat er relativ schnell zugesagt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich wegen der Verträge über die Höhe des Honorars nichts sagen kann.“ ( Zu der Telecom Werbung, die in verschiedenen Medien in Deutschland publiziert wurde. „Bei uns findet jeder ein Fernsehprogramm, das ihm gefällt.“)

 

Günter Grass kritisiert neoliberale “Wendehälse” und Reich-Ranicki an der Frankfurter Buchmesse: «Das Ganze ist für mich eher zum Lachen. Es war von ihm eine gezielte Geschichte, auch dass das dann gleich wieder in den Programmrummel reingeht: Ein nächster Sendetermin ist schon gleich verabredet, und er darf in der Öffentlichkeit bleiben. Er kritisiert etwas, was auf ihn selber zutrifft. Kompakte Heuchler überall.

 

Das Wort Neoliberalismus entstand im Jahre 1938 auf einer Konferenz in Paris. Der Laisser-faire-Liberalismus habe versagt.

 

Nachtrag 12.11.2008: Reich Ranicki startet neue Werbekampagne für die Frankfurter Zeitung. Auf einem Schrottplatz, umgeben von ausrangierten Fernsehern, blättert Ranicki in der F.A.Z. Die Werbekampagne erscheint zum Beispiel auch in der Online Ausgabe des Spiegels. Neben Fotografien sind auch Videos aufgeschaltet.

Interview mit Reich Ranicki im Verlauf dieser Werbekampagne: Warum schlechtes Fernsehprogramm leichter zu ertragen sei als ein schlechtes Buch. Warum Zeitung lesen wichtig und die Zukunft gar nicht so interessant sei.

 

Dreharbeiten – “Mein Leben”. Voraussichtlich am 15. April 2009 soll der Film in der ARD zu sehen sein.

 

Der Narr: Jede Kritik an Reich Ranicki verweist bei jedem freien Atemzug auf die Gesellschaft die ihn umgibt.

Jeder seiner Sätze oder die Sätze über ihn, bildet Wirkungenergie welche Aufklärung bringt.

Deren positive und oder negative Kraft lässt Ideologien und Werte platzen oder erhalten, wenn man sich selbst frei für sie machen kann.

 

 29 Okt 2008 @ 6:02 PM 
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Freier Markt vernichtet Menschheit

Diese einfache Aussage des Narren ist keine reine Spekulation, vielmehr eine Hochrechnung anhand Ökonomischer Daten und im Hinblick auf die Strukturen der Weltweit grassierenden Seuche des so genannten freien Marktes.

 

Soeben hat China bekannt gegeben, dass es bis zum Jahr 2030 3,1 Millionen Tonnen CO2 ausstossen werde. Erstmals räumte die Regierung in Peking ein, dass China inzwischen den Ausstoss der US Amerikanischen Emissionen übertroffen habe.

 

Derweilen warnt die Umweltorganisation Greenpeace, dass die Welt auf eine Katastrophe zueilen würde, welche die Finanzkrise weit in den Schatten stellen würde. Die Menschheit würde derzeit zuviel an natürlichen Ressourcen verbrauchen.

 

Der Ursprung dieser Übernutzung ist für den Narren jedoch klar erkennbar, das globale Finanzsystem mit dem Namen ‚freier Markt’. Obschon Wirtschaftskonferenzen geplant sind um die Mängel für das globale Finanzwesen zu reformieren, so wird dies keine Wende bringen.

 

Um die Menschheit zu retten, müsste das System selbst geopfert werden und es müsste nicht nur dessen Reform gefordert werden. Gerade der gut geschmierte freie Markt, in welchem sich Spekulationsblasen aufbauen können, birgt in sich die Gefahr des überzogenen Ressourcenverbrauchs.  

 

Das globale Wirtschaftssystem kann nach wie vor von Spekulanten genutzt werden, der Wiederaufbau des Vertrauens in die Banken wird nichts nutzen. Diese Institute werden dann wieder Kredite vergeben, mit dessen Hilfe die Welt noch mehr übernutzt wird, weil die Nachhaltigkeit keinen Preis in diesem System besitzt.

 

Wie der Bericht des WEF Gründers Klaus Schwab aufzeigt, begünstigt der freie Markt in ungeheurem Ausmass die Gier von Menschen die an den Finanzquellen sitzen.  

 

Die Verantwortungslosigkeit von welcher Schwab spricht, sie ist aber nicht nur Bankern zuzuweisen, vielmehr der langen Vernachlässigung der Finanzsysteme durch die Politik.

Gemäss einer Reaktion von Bundesrat Moritz Leuenberger in dessen Blog, tanzen Parteien und Politiker nach dem Ermessen der Finanz Lobby. Leuenberger fordert mehr Demokratie im Markt.

 

Aber auch wenn jetzt Politiker gegen die hohen Löhne der Spitzenmanager Sturm laufen und dort mehr Einfluss des Bürgers fordern, es wird am Prinzip des freien Marktes nichts ändern.

 

Die Reichtumsschere/Armutsschere ist genauso eine der Wirkungen welche durch das Finanzsystem ausgelöst wird, wie auch der rücksichtslos Abbau der globalen Ressourcen.

Der ungesteuerte Antrieb des Marktes verlangt Kostenoptimierung zugunsten der Wettbewerbsfähigkeit. Durch diese Optimierungen, die zur Mehrheit gegen die Nachhaltigkeit gerichtet sind, werden weitere Ressourcen vernichtet und zugunsten rücksichtsloser Ausbeuter umverteilt.

Die Kreditsysteme machen aus einem erarbeiteten Franken dutzende virtueller Franken. Diese Geldgenerierung aus dem Nichts durch Kredite bringt den Mächtigen ihren Einfluss und ihr Kapital.

 

Die Menschen werden durch dieses System animiert sich Rücksichtslos zu verhalten. Nur Verantwortungslosigkeit und Rücksichtslosigkeit sind in diesem System überlebensfähig. Dahinter stecken die Gesetze der durch diesen Markt aufgebauten Evolution.

 

Der freie Markt fördert das Individuelle Streben nach Reichtum, aber ohne Rücksicht auf die Menschheit, ohne Rücksicht auf die Ressourcen und ohne Rücksicht auf das eigene humane Menschenbild. Der freie Markt entfesselt das Tier im Menschen, eines welches nicht hinschaut auf das was ausserhalb seines Selbst geschieht. Der Bericht des WEF Gründers Schwab gibt hierzu nur ein kleines Beispiel.

 

Der freie Markt ist ferner eine Form des Neoimperialismus, begründet aus der Imperialistischen Vergangenheit des Westens. Sichtbar wird dies in der zweiten und dritten Welt, dort wo niemand hinschauen will welche Folgen UNSER freier Markt dort zeitigt.

Die Weltweiten asymmetrischen Rettungspakete nur für das Finanzsystem des ‘freien Marktes’ sorgen im Endeffekt nicht für eine Neuorientierung der Welt zugunsten eines demokratischeren Wirtschaftssystems. Es wird im Gegenteil zu einer Stärkung der Finanzlobby führen. Die Bilanzen der Finanzbetriebe werden gegenüber früher durch neue Bilanzregeln schön gebogen. Dies ist nur ein Aspekt welches es den Finanzmärkten erlaubt, nach der Überwindung der Krise ihren negativen Einfluss auf Gesellschaft und Politik zu mehren. Der gegenwärtige Rückgang bei den Erdölprodukten ist weniger auf einen Rückgang des Verbrauchs zurückzuführen, denn als ein Resultat von Spekulationsgeschäften. Bereits warnt die Energieagentur langfristig vor einer massiven Verknappung des Öl.

Die Europäische Union will der wegen der Finanzkrise unter Absatzproblemen leidenden Autoindustrie bei den Umweltauflagen entgegenkommen. Vertreter der EU-Mitgliedstaaten einigten sich darauf, die geplante Begrenzung des Kohlendioxid-Ausstosses für einen Grossteil der Neuwagen um drei Jahre zu verschieben.

In den USA zahlen Banken Dividenden auf Steuerkosten an ihre Aktionäre aus. Dies ist eine beschleunigte Umschichtung des Reichtums in die Hände der bereits Besitzenden Gesellschaftsschicht ( zum Beispiel Warren Buffet). Das US Ministerium unterstützt diese Form der Umverteilung.

Sollte der angekündigte Weltwirtschaftsgipfel nicht zu einer Demokratisierung der Finanzsysteme führen und das Spekulationstreiben eindämmen, dann wird aus dieser Finanzkrise eine für den Menschen multidimensionale Ökologische Krise (Ressourcen,Finanzsystem, Kimaänderung, Hunger, Armut usw.) welche die Welt an den Rand des Abgrunds führen wird.  

kleiner Nachtrag, es ist nun Dezember 2008, Seit dem Hoch am 31.10.2007 mit 62,57 Billionen Dollar, sind insgesamt weltweit gewaltige 33,26 Billionen Dollar an Aktienvermögen vernichtet worden.

 22 Okt 2008 @ 4:10 PM 
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Der Spekulant und sein Warren Buffet

Der Spekulant und sein Warren Buffet

 

Angenommen man hätte 1000 sFr. vor genau 10 Jahren exakt regelmässig auf die Jahre verteilt auf den SMI Index investiert (jeden offenen Börsentag einen kleinen Betrag), dann würde man sich Heute den 22.10. 2008 um 13 Uhr 1108 Fr. auszahlen können (abzüglich der Börsenkommissionen).

Das entspricht einer Rendite von grosszügig gesagt 108 sFr, wenn da nicht noch die Teuerung wäre. Die Rendite an der Schweizer Börse, sofern man vor genau 10 Jahren ohne Anlagestrategie per Banküberweisung pro Bankenarbeitstag auf den SMI einbezahlte, ist damit derzeit niedriger als auf einem Sparkonto auf das man vor 10 Jahren 1000 sFr einbezahlt hätte (mit Zins von 2 %).

Dazu habe ich zuerst den Mittelwert der SMI Punkte für jeden Bankenarbeitstag seit 21.10.1998 eingegeben in Excel.

Eine solche Tabelle gibt es hier von SWX.  Man klicke einfach in eine leere Zelle und gebe als Funktion =MITTELWERT(C8:C2525) ein.

 

Dies ergibt seit 10 Jahren eine durchschnittliche Performance des SMI von 6858 Punkten. Um 13 Uhr lag der SMI bei ca. 6000 Punkten. Vor 10 Jahren lag der SMI bei 6162.6 Punkten. Dazwischen gab es Höhen und Tiefen.

Hätte ich hingegen Heute vor 10 Jahren die ganzen 1000 Fr. einbezahlt und bis Heute gewartet, so wäre der brave Narr jetzt sogar wieder im Minus.

 

Narren sollten also wissen das uns die Verkäufer von riskanten Anlagepapieren mit Worten wie Durchschnittsrendite von 8% lediglich eine Falle bauen wollen. Die schlauen Füchse weisen etwa auf erfolgreiche Aufsteiger wie Warren Buffet hin, welche im Spekulationsmarkt reich geworden sind.

 

Was diese schlauen Füchse uns nicht sagen (oder selbst nicht wissen), das sind folgende Risiken:

 

  • Die Wertschöpfung hängt vom Zeitpunkt der Einzahlung und der Auszahlung ab.
  • Obwohl Börsenkurse immer wieder zu neuen Höhen aufbrechen können, so gibt es oft auch längere Perioden der Stagnation und sinkender Kurse.
  •  Bei einer Wirtschaftsdepression entsteht grosser Bedarf an Sicherheit und flüssigen Mitteln. Gerade in einer solchen Zeit sinken dann die Kurse. Wenn Sie keine Verluste machen wollen, dann können Sie ausgerechnet dann kein Kapital ohne Verlust auslösen. Dies ist bei einem normalen Sparbuch nicht so.
  • Selbst eine langfristige Anlagestrategie kann im finanziellen Desaster enden, dann nämlich wenn die Auszahlung an einen bestimmten Zeitpunkt gebunden ist. Dies kann beim Rentensparen über Aktienmärkte der Fall sein. Solche Angebote gibt es für das spekulative Sparen mit der 3. Säule genauso, wie auch für alle unfreiwillig bei den Pensionskassen.
  • Nur wer bereits über viel Kapital besitzt, nur für diese Menschen nehmen sich Anlageberater genügend Zeit um sie zu beraten. Sobald eine Finanzkrise kommt, haben Kleinanleger kaum Chancen zuvor vom Anlegeberater gewarnt zu werden. Die Verluste bei Lehmann Papieren sprechen hier eine deutliche Sprache.
  • Systemänderungen in der Finanzwelt, in der Folge einer ideologiebehafteten Systemkrise, durch den Staat oder die Staatengemeinschaft vorgenommen, benachteiligen fast immer die Kleinanleger.
  • Bei einer grossen Finanzkrise sichert die Schweiz derzeit nur 4 Milliarden sFr. Auf Privaten Sparbüchlein. Pro Konto und Person kann man zwar mit dem Schutz von 30000 Fr. rechnen, nicht aber infolge des gesamthaften Überschreitens dieser 4 Milliarden. Anlagen an den Börsen sind für Kleinanleger gar nicht geschützt.
  • Die Höhe der Entrichtung von Transaktionsgebühren für Börsengeschäfte wird oft klein gespielt.
  • Man achte auf Kleingedrucktes in Verträgen.
  • Der spekulative Börsenhandel nach den Prinzipen des Neoliberalen unregulierten ‘freien Marktes’ generiert eine Armutsschere und ist daher im Prinzip ethisch fragwürdig. Gerade der Handel mit Rohstoffen, so wie dies der gefeierte Warren Buffet betrieben hatte, führte zu mehr Arbeitslosigkeit und Armut in der zweiten und dritten Welt.
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