



Der Euro sinkt derzeit wieder gegenüber dem US$, trotz heftigster Intervention der Schweizer Notenbank (SNB). Der Kurs des Euro war erstmals seit April 2006 unter die Marke von 1,22 Dollar gefallen. Für den Euro auch nicht hilfreich, der Chef des IFO-Institutes in Deutschland, prognostiziert baldige Parität zum US$.
Es ist Unglaublich: Die Schweizer Nationalbank verfügt nach diesem Zukauf über GRÖSSERE Devisenreserven als die Europäische Zentralbank.
Mehr als 60% der Schweizer Devisenreserven bildet nun dieses riskante Fundament in der Fremdwährung Euro.
Notenbankpräsident Philipp Hildebrand, äusserlich gelassen erscheinend, dürfte damit ganz schön ins Schwitzen kommen, denn die Aufkaufaktionen der SNB führte bereits bisher zu einigen Milliarden Buchverlust.
Sollte der Euro tatsächlich Parität zum US$ erreichen und der sFr. dennoch erstarken, so würden der SNB ein Verlust von vermutlich über 20 Milliarden sFr. erwachsen. Mit diesen Aktionen belastet die SNB auch die Schweizer Immobilien, dort droht dadurch eine Finanzblase, zudem dürften die Mieten dadurch weiter ansteigen. Man könnte sich nun vorstellen, dass die SNB die Zinsen erhöht, aber auch dies ist eine riskante Angelegenheit. Sollte dies geschehen, so würde der sFr. vermutlich weiter gestärkt, so vermutlich auch gegenüber den US$. Damit könnte schon bald Flaute in der Schweizer Exportwirtschaft aufkommen, trotz des viel versprechenden Neustarts zum Beginn dieses Jahres.
Zusammen mit der SNB intervenierten allerdings gleichzeitig weitere Notenbanken, so auch die US-FED. Dies deutet auf Politische Einflussnahmen hin, obwohl vor der Öffentlichkeit immer wieder die Unabhängigkeit der Nationalbanken betont wird. Herr Hildebrand wird in letzter Zeit allerdings derart viel in den Medien befragt und zitiert, dass bei mir schon längst die Frage aufgekommen ist, warum die Bundesräte demgegenüber in der Hilfe für den Euroraum immer mehr als reine Statisten erscheinen. Derzeit ist jede Aktion politischer Natur, egal ob Wirkungen von der Regierung oder den Notenbanken ausgehen. Aus meiner Sicht sind inzwischen die Versuche, in der Finanzpolitik eine straffe Trennungslinie setzen zu wollen, mehr als lächerlich. Hier benötigt die Schweiz mehr politische Führung, anstelle einen einzigen Mann, nämlich Philipp Hildebrand zum einzigen Währungs-Kasperle zu machen.
Derzeit tobt noch die Schlacht am Devisenmarkt. Es ist aber schon jetzt ersichtlich, dass die geballte Kraft der Notenbanken offenbar nicht genügen wird. Nach dem ersten Überraschungsangriff der SNB sprang der Euro um 13:00 Uhr gegenüber dem sFr. von 1.40 auf nahezu 1.43 hoch um derzeit 18:25 bei 1.42 herum zu pendeln. Bisher kauften die Schweizer offenbar zweimal nacheinander grosse Mengen von Euro auf.
Die Schlacht tobt aber nicht nur auf dem Währungsmarkt, auch Rohstoffbörsen und Aktienmärkte sind in Aufruhr. Heute Abend könnte der DOW in New York erstmals wieder unter die Marke von 10000 Punkten fallen…
Damit bestätigt sich meine Vermutung, dass die Eurokrise auch vor der Schweiz nicht Halt macht und auch nirgends sonst Halt machen wird.
Die angebliche Position der Stärke der Schweiz war lediglich eine temporale Einbildung, die auf vorübergehenden Sonder-Entwicklungen beruhte. Die weltweit anspringende Finanzmarktregulierung wird die Schweizer Banken in Zukunft stark belasten.
Gespannt blickt der Schweizer Narr aber auch in ein anderes Währungs–Krisengebiet, nämlich hin zum Japanischen Yen. Die Schwächung des Euro belastet dort im ungünstigsten Moment die Exportindustrie. Ungünstig deshalb, weil Japan derzeit unter einem Refinanzierungsnotstand über Staatsanleihen leidet, was Spekulanten anlocken könnte, sich nach Griechenland einem noch grösseren Brocken zuzuwenden.




Nimmt man die aktuellen Export/Import- Zahlen aus Japan zum Ausdruck (25 März 2009) für die globale Situation der Realwirtschaft, so müsste ein struktureller Kollaps auch in Europa in wenigen Monaten bevorstehen.
Japan exportierte im Februar 70% weniger Autos in die USA, 85% weniger overall wird nach Russland exportiert. Der Durchschnitt der Einbrüche im Export Weltweit beträgt ca. 50%.
Seit Erfassung der Daten im Jahr 1974 wurde noch niemals ein dermassen grosser Einbruch registriert, schon gar nicht in dieser Streuung über die gesamte Welt.
Da die meisten Konzerne der Realwirtschaft irgendwelche Produkte aus Japan in ihren Einkaufslisten führen müssen, so stellt sich die Frage nach einem kommenden Flaschenhals in der Versorgung mit Produktionsgütern, besonders in weniger wohlhabenden Staaten. Die ostasiatische Wirtschaft hat mit 4,9 Prozent den zweithöchsten Anteil am Welthandel.
Als ob dies nicht genug wäre, so warnt LEAP vor einem möglichen weltweiten Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung, nicht lange nach dem G20 Gipfel, im Fall dass dort nicht die erwünschte Neustrukturierung der Weltwirtschaft ausgelöst wird. LEAP sagte bereits die Subprime Krise recht genau voraus, täuschte sich nach Wissen des Schweizer Narren jedoch beim Kollaps des US$, welche gemäss LEAP bereits hätte eintreten sollen. Hingegen hat die Organisation die weltweite Ausdehnung und tiefe der Krise wiederum etwas weniger drastisch voraus ermittelt.
Tatsächlich aber erscheinen in Anbetracht der neuen Zahlen aus Japan die Prognoseinstitute wieder einmal hinterher zu hinken. Auch die Politik in Deutschland etwa und in der Schweiz scheint offensichtlich noch immer in falschen Phantasien zu leben. Der Einbruch in Japan kann auch als Zeichen für die Zunahme von protektionistischen Massnahmen gesehen werden, welche die Krise gemäss historischer Erwägungen zusätzlich verstärken müssten.
Die Zahlen aus Japan besagen, dass sich dieses Land, schon oft Indikator für weit ausgedehntere Krisen, seit mindestens Januar in einer schweren Depression befindet. Nach dem Abbau der Lagerbestände in den USA und Europa wird diese Depressionslage auch hier eintreffen. Wie LEAP voraussagt, müsste die G20 um dies zu verhindern, der US$ als Reservewährung abgelöst werden.Somit sind sie mit den Chinesen einig und es kommen ständig neue Wirtschaftspersönlichkeiten hinzu, welche in das gleiche Krebholz schlagen, so auch die Weltbank. Selbst in den USA wird offenbar neu disponiert.
Der Schweizer Narr nimmt an, dass dieser G20 Gipfel vermutlich eher ein flop wird, bis auf eine Ausnahme, nämlich irgendwelche Abmachungen um Steueroasen zu bekämpfen. Auch die USA Fankreich und andere Staaten bereiten zum Gipfel der G20 einen entsprechenden Vortrag vor.
Damit, so sieht dies der Schweizer Narr, wird die Schweizer Wirtschaft in Zukunft weit stärker betroffen werden als von der Politik vorausgesagt. Im Besondern werden dann notwendige Wirtschaftsbelebungsprogramme eben noch nicht beschlossen sein, weil die Gefahr in Regierung und Nationalrat/Ständerat verharmlost und gar ignoriert wurde.
Die Schweiz wird somit voraussichtlich die Abwärtsspirale Deutschlands einholen, und gegen Ende dieses Jahres sogar um mehrere Prozente überholt haben.
Besondere Schwierigkeiten sind in der Schweiz bei BVG-Kassen und der AHV/IV zu erwarten und die Kurzarbeit könnte zu Massenarbeitslosigkeit im Jahr 2010 eskalieren.
Auf eine solche Situation ist die Schweiz nicht vorbereitet, aber wenn es zutrifft was LEAP orakelt, dann kommen Weltweit die Regierungen ins wanken.
Die Öffentlichkeit wird nach Meinung des Schweizer Narr nicht transparent über die drohende Gefahr informiert, hingegen wird sogar verharmlost. Möglicherweise ist dies auch durch das Versagen der Prognoseinstitute mit verursacht (der Schweizer Narr berichtete bereits). Der Schweizer Politik wird nun der Lobbyismus zum Verhängnis, welcher den Politikern allesamt ein Sprechkorsett auferlegt. Besonders peinlich ist die Gefahrenunterschätzung bzw. Lobbyistische Ignoranz, bisher im Bereich Bankgeheimnis und Steuerhinterziehung gewesen.





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In den USA ist es nach etwa einem halben Jahrhundert wieder soweit, trotz harter Arbeit der neuen Generationen laufen die Suppenküchen wieder auf Hochturen.
Erschreckende Zahlen werden aus New York vermeldet, dort ist die grösste Suppenküche der USA eingerichtet. Der Gouverneur der Stadt, David Patterson rechnet damit, dass im Staat New York über das Jahr 2009 hinweg 3,5 Millionen Bürger auf die Nothilfe mit Nahrung angewiesen sind. Unter ihnen würde man 2 Millionen Menschen finden, welche nie zuvor in einer Suppenküche waren.
Wer glaubt dass Europa diesmal ohne solche Szenarien davonkommen wird, der muss vermutlich eines Anderen belehrt werden. Der Effekt, nämlich das Lebensmittel entgegen anderen Produkten teurer werden, der macht die Situation in den USA derzeit nicht einfacher. Vermutlich wird dies auch alsbald in unseren Breiten zu spüren sein, bis etwa gegen Ende 2009, Anfang 2010.
Die Kosten für die Stützung der Banken steigt unvermindert an. Um zu sehen wieviel sie über die Jahre zu bezahlen hätten, wenn Sie US Bürger wären, können Sie diesen Bail-out Kalkulator benutzen:
Diese Tabelle, vor Kurzem aus Japan erhältlich, sie zeigt wo es auch in Europa lang gehen wird. Japans Exporte weisen darauf hin, dass die Wirtschaftskrise nun die ganze Welt erfasst hat. Seit Jahrzehnten beliefert das Land mit seinen Produkten die Absatzmärkte dieser Welt, so können die publizierten Zahlen ein Hinweis sein, wie stark der Produktionsrückgang auch in Europa sein dürfte in einigen Monaten.
Anmerkung:Auch die Finanzial Times Deutschland befasst sich mit dem Welthandel.
Nachdem die Finanzkrise zuerst die Banken ins wanken gebracht hatte, griff die Verunsicherung Ende letzes Jahr auf die Realwirtschaft über. Nachdem viele Staaten mittels Staatshilfen die Finanzkonzerne zu stabilisieren suchten, beruhigte sich die Situation im Bankensektor etwas. Dies scheint jedoch nur vorübergehend gewesen zu sein, denn seit Anfang Jahr kehrt die Beunruhigung über den Zustand der Banken wieder zurück. Der Schweizer Narr hatte hier früher bereits angemerkt, dass Vertrauen in die Politik des Staates ein Schlüssel zur weiteren Beurteilung der Banken sein dürfte. Langsam dämmert es wohl vielen Marktteilnehmern, dass die finanziellen Ungleichgewichte selbst für grosse Staaten zu gross sein könnten. Die Verunsicherung über den Zustand der Banken, sie lässt sich an den Credit default Swap Papieren ablesen. Neben dem dass diese Papiere selbst wieder eine Bedrohung darstellen für die Märkte, geben sie aber vor allem Auskunft über das Vertrauen welches man zum Beispiel den Banken noch entgegenzubingen gedenkt. CDS sind gehandelte Versicherungspapiere mit denen man sich gegen Verluste schützen kann. Gegenwärtig scheint die Verunsicherung über die Zukunft der Grossbanken wieder grösser zu werden. Dies will heissen, nachem der Staat deren Verluste zum Teil übernommen hatte, dass nun das Vertrauen gegenüber der Effizienz der Staatshilfen verloren zu gehen scheint.
Der Schweizer Narr fasst mehr oder weniger kurz zusammen was bisher geschah und was aus verschiedenen Gründen sehr wahrscheinlich unvermeidlich kommen wird.
Wichtig für Ihr Verständnis ist es, wenn Sie verstehen, dass Arbeit eine solche Situation nicht mehr lösen kann. Nur noch entweder eine andere politische Herangehensweis den Markt zu steuern oder aber die weitgehende Vernichtung allen Vermögens, können eine solche Depression stoppen.
Leider ist es aber so, dass sich die Politiker wahrscheinlich nicht einigen werden und genau das Gegenteil von dem tun werden was Notwendig wäre. Plump gesagt, es sollte eine effiziente Vermögensumverteilung von Oben nach Unten geschehen. Die Situation ist eben deshalb verfahren, da wir es mit einem von mir so genannten peak credit growth zu tun haben. Die reichsten Menschen haben soviel Vermögen angehäuft, dass viele Menschen aus den unteren Schichten, ihre Schulden nicht mehr bezahlen können. Obama simplifiziert das mit dem Hinweis dass die Amerikaner über ihre Verhältnisse gelebt haben. Natürlich ist es aber so, dass vor allem die Reichen über die Verhältnisse die unteren Schichten abgeschröpft hatten.
Die hoch effizienten Wertpapiere, die Technologie sie International zu handeln, haben die gesamte Welt wie Vampire ausgesogen, bis die Produktivität der Arbeitskräfte unten nicht mehr ausreichte, die Gier der Reichen zu sättigen.
Solange die Vermögensrelationen aber sich nicht ändern, kann sich an dieser Situation nichts mehr zum besseren wenden.
Das Vertrauen in die Staathilfen zerbröckelt in beschleunigtem Ausmass, wenn die Realwirtschaft betroffen wird, wenn trotz Bankenbürgschaften die Kredite von dort ‘nach Unten’ ausbleiben. Für die Banken selbst, hat sich aber am Zustand ihrer Gläubiger nichts geändert, im Gegenteil, die Banken müssen vermehrt mit Rückzahlungsschwierigkeiten der Realwirtschaft und auch privaten Kreditnehmern rechnen. Da nutzt selbst die Stützung durch den Staat nichts!
Da aber die Produktion durch Kreditmangel und Vertraunesverlust weiter zum Stillstand kommt, können nun eben die oberen Schichten auch keine Gewinne mehr generieren, die Arbeitskräfte müssen zu Hundettausenden entlassen werden. Es entsteht ein Teufelskreis, der im letzten Jahrhundert noch über Kriege “gelöst” wurde. Vermögen vieler Reichen wurde vernichtet, oder der Reichtum wurde abgebaut, indem Wohlhabende für die Armeen “Spenden” bezahlen mussten.
Freiwillig, so sagt dies der Schweizer Narr voraus, werden die Milliardäre und Multimilliardäre nichts nach Unten verteilen wollen. Somit kann dann wohl nur noch die Notendruckpresse weiter arbeiten und eine weltweite Hyperinflation wird vermutlich ausgelöst werden. Die Finanzmarktregulierung müsste so eingesetzt werden, dass der Reichtum nicht mehr so schnell sich nach Oben verschieben könnte. Infolge der Menschlichen Gier, werden die Politiker dazu kaum bereit sein.
Bisher wurden solche Spannungen noch nie ohne Unruhen, Demonstrationen oder gar Revolutionen wieder aufgelöst. Ein Wiederanspringen der Wirtschaft unter gleichen relativen Vermögensverhältnissen wie jetzt, erachtet der Schweizer Narr als ein Wunschdenken von Kurzsichtigen. Solange die unteren Schichten nichts nach oben bezahlen können, solange wird auch ‘der Motor’ kein Sprit mehr haben.
Für Politiker unter den Lesern sei gesagt, dass eine Lösung der Probleme darin bestehen könnte, die Gewinnmöglichkeiten mit Wertpapieren zu regulieren und vor allem stark zu limitieren.
Es darf nicht mehr oben abgeschöpft werden als das was unten noch vorhanden ist. Versuchen sie ‘negative Steuern’ einzuführen, so dass hohe Einkommen/Vermögen, besonders viel bezahlen müssen. Refinanzieren Sie mit diesem Geld zuerst die Sozialwerke. Versuchen Sie ein sogenanntes Grundeinkommen einzuführen, eines welcher knapp die Lebensgrundkosten deckt.
Es machte keinen Sinn, wenn Weltweit eine Autofabrik für die gesamte Weltproduktion reicht, wenn Sie dies dann in ihrem Land auch noch tun wollen. Denken Sie also darüber nach, ob nicht der Staat sich im Ausland als Teilinhaber einer gut laufenden Fabrik beteiligen könnte, dafür die Gewinne aus solchen Investitionen an die Grundeinkommen ausschüttet. Der Staat könnte durchaus als Investor auftreten, wenn er damit das Grundeinkommen seiner Bürger mitfinanzieren kann.
Die so von ihren Sorgen um das Überleben befreiten Staatsbürger, werden so Anreize finden können um neue Betätigungsfelder für ihre persönliche Produktivität zu suchen. Die Automatisierung und die Rationalisierung der Produktionsprozess hat dazu geführt, dass die Arbeit Weltweit verteilt werden müsste. Sie können nicht in einem Land alles produzieren, während in anderen Ländern die Leute alle Arbeitslos sind. es benötigt also eine kluge Verteilung der Produktionsprozesse, der Arbeit. Ohne Internationale Koordination und über Protektionismus geht das aber alles nicht.
Bedenken Sie jedoch, die Zeit ist knapp um das richtige Gleis in die Zukunft zu setzen. Der Schweizer Narr ist ohnehin der Ansicht dass die Politik,aber auch die Gesellschaft, ihre Chancen für diese Generation verpassen könnte.


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