19 Jul 2009 @ 6:41 AM 
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Ein Gedicht ist eine nackte Person…

Einige Leute sagen,  ich sei ein Dichter. 

Ein Lied ist etwas das mit sich selbst gehen kann.

Es ist nicht Demokratie welche die Welt regiert, es geht besser in den Kopf dass diese Welt von Gewalt geführt wird, aber ich vermute dass es besser ist diesen Link zu unterschlagen.

 Ich stelle mir nicht vor dass der  menschliche Geist Vergangenheit und Zukunft verstehen kann. Sie sind beide nur Illusionen welche dich manipulieren können zu denken, dass sich etwas geändert hätte. 

Wenn ich nicht daran denke ich sei Bob Dylan, dann würde ich wahrscheinlich glauben, dass Bob Dylan eine Menge Antworten für mich hätte.

Geld redet nicht, es flucht

Die Menschen ziehen noch immer aus den Hitlisten der 60er Jahre, sie sind noch immer daran diese Musik und die Ideen herumzureichen.

Zu was sind Fans nützlich? Du kannst sie nicht zum Frühstück essen. Du kann nicht schlafen damit.

Von Gestern bleibt  nur Erinnerung, Morgen ist nie wie es sein sollte.

Bob Dylan

 

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Categories: Kultur, Musik
Posted By: sCHwizzer Narr
Last Edit: 22 Jul 2009 @ 03 44 PM

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 24 Apr 2009 @ 5:22 PM 
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dieanmut2

Der Schweizer Narr widmet sich Heute der ‚Musiktheorie’, was ist Musik.

Der Beitrag ist dem Musikfestival Bern gewidmet und einem Beitrag aus ‘codex flores’ von Wolfgang Böhler, ausserdem meinem Freund.

Ein Artikel aus ‚codex flores’ geht zuerst trefflich auf die bisher existierende Begrifflichkeit in den Lexika nach. Nach wie nach tastet der Autor Wolfgang Böhler nach einer neuen Definition, welche Musik schliesslich als Aufbau von musikalischen Räumen betrachtet, welcher im Menschen selbst geschaffen wird:

Musik ist ein Patchwork aus Sinneswahrnehmungen, Bedeutungsfragmenten, Sprache und dem Widerhall des emotionalen Systems des Menschen.

Nachfolgend seien einige Sätze aus dem Artikel Herrn Böhlers gerissen.  Daher bitte sehr, um die Zusammenhänge einzusehen, sollte dieser Artikel zuerst durchgelesen werden, bevor der Leser bei mir fortfahren möge.

„Ein paar notwendige Bedingungen sind zu beachten. Musik hat zuallererst mit Hören zu tun. Im Weiteren sollte eine Definition gegenüber Wertungen und Rahmentheorien neutral bleiben (da versagt Brockhaus Riemann kläglich: «produktiv», «sinnvoll» und «sinnstiftend» sind Wertungen -…”

„Da musikalische Räume ja das Produkt unserer Imagination sind, muss man sicherlich weniger ontologische Skrupel haben, wenn man nach der Natur der musikalischen Dinge fragt, als bei der Frage danach, welche Dinge denn in der physikalischen Aussenwelt existieren.”

„Lebendige Musik zeichnet sich eben dadurch aus, dass Regeln nicht mechanisch angewendet werden, sondern fliegend ausser Kraft gesetzt oder modifiziert werden können.”

„In einer dritten Hinsicht folgt Musik nicht den Kennzeichen der physikalischen Aussenwelt – in der Art nämlich, wie die Gegenstände in ihrem Raum individuiert, oder eben nicht individuiert werden. Musiktheorie ist bislang naiverweise immer davon ausgegangen, dass die Individuierung der Objekte im musikalischen Raum als Vorarbeit zur eigentlichen Strukturanalyse bloss ein formales Problem darstellt.”

Nach dem Durchlesen des Artikels kommt der Schweizer Narr auf folgende Schlüsse:

Es gibt ‚lebendige Musik’ und es gibt Musik welche nach Regeln der klassischen Musiktheorie aufgebaut, mechanisch für den Menschen wirken möge.

Das Problem dabei, auch die klassische Musiktheorie wurde von Menschen verfasst, daher muss eine in ihr formulierte ‚Computermusik’ nicht zwangsläufig der Möglichkeit widersprechen, dass es eine lebendige unabhängig vom Menschen entstandene Musik geben könnte.  ,Lebendig’, ist zudem eine vom Menschen vorgenommene Wertung, gegen solche Herr Böhler zu Beginn seines Artikels ja gewarnt hatte.

Hingewiesen hat Herr Böhler darauf, dass die Gestaltung der Zeit in der Musik eine wesentliche Rolle spiele. Wer gestaltet die Zeit?  Bei Musik gestaltet sie der Mensch, indem Gegenstände im Raum individuiert werden, so die Antwort. Musikalische Räume seien das Produkt unserer Imagination, so Wolfgang Böhler. Um die Bedeutung des Menschen für die Definition des Begriffs Musik weiter zu intensivieren, weist er schliesslich auf die Musikpsychologie hin. „Die Musikpsychologie dürfte deshalb eine Schlüsselstellung beim Aufbau einer evolutionären Erkenntnistheorie einnehmen”

Der Schweizer Narr fragt sich nun, anhand seiner eigenen Erfahrung mit Musik, ob denn nicht die Physik alleine ausreichen möge, eine Definition für diesen Begriff zu finden. Dazu müsste zuerst der Beweis erbracht werden, dass Musik unabhängig vom Menschen zu existieren imstande wäre, zumindest unter dem Blickwinkel der Quantenphysik, welche ja bereits in der Theorie darauf hinweist, dass Beobachter und  Objekt zueinander Beziehungen bilden, sobald sie miteinander irgendwann interagiert haben.

Experiment  Quantenverschränkung:

Wenn zwei Quantensysteme miteinander in Wechselwirkung treten, müssen diese fortan als ein Gesamtsystem betrachtet werden. Die entsprechende Zusammensetzung des quantenmechanischen Zustandes des Gesamtsystems aus den Zuständen der beiden Teilsysteme wird als Verschränkung bezeichnet. Dies führt zu Korrelationen der physikalischen Eigenschaften der Teilsysteme. Die Verschränkung bleibt auch dann erhalten, wenn der Zeitpunkt der Wechselwirkung weit in der Vergangenheit liegt und die zwei Teilsysteme inzwischen weit voneinander entfernt sind.”

Der Schweizer Narr erkennt in der Musik ebenfalls solche Schlussfolgerungen. Dass Mensch und ‚Physikalische Aussenwelt’ voneinander unabhängig wären, diesen Schluss erlaubt die moderne Physik nicht. Im von Herrn Böhler verwendeten Begriff ‚Imagination’ verbergen sich diese Abhängigkeiten (Da musikalische Räume ja das Produkt unserer Imagination sind). Imagination ist die Fähigkeit, Konzepte, Ideen oder Bilder zu entwickeln oder zu erinnern, die materiell nicht vorhanden sind.

Der Schweizer Narr lehnt eine solche Sichtweise in der Musik teilweise ab, weil sie in der Quantenphysik nicht begründet werden kann (Bilder). Jedes mögliche ‚innere Bild’, welches der Mensch in der Musik sich vorzustellen vermag, ist an die Physik akustischer Ereignisse und folglich an die Physik gebunden. Lediglich das musikalische Konzept, also die Sinngebung in der Musik, scheint vom Menschen ausserhalb materieller Gebundenheiten vorstellbar.

Die Sinngebung ist im Menschen ein Prozess, welcher der Verständigung mit anderen Menschen dient, also die musikalische Sprache. Natürlich gibt es immer wieder neue musikalische Sprachen. Eine Individuelle Sprache kann zu Musikstil werden, wenn sie in der Gesellschaft und einer gegebenen Kultur reflektiert wird.

Der Mensch versucht unablässig mit anderen Individuen zu kommunizieren, dies bildet den Hintergrund in der Musikpsychologie. Kein Konzept und keine Idee, welche sich nicht daraus entwickelt, kommunizieren zu können und sei es auch nur gegenüber sich selbst. Die musikalische Ausdrucksweise eines Menschen entspricht der emotionalen Intelligenz eines Individuum, seine Existenz mit anderen Menschen über die Zeitdimension hinweg, teilen zu können.

Auch hierfür hat die Quantenphysik eine Antwort, man nennt es dort Verschränkung (seine Text oben). Ausgehend davon, dass der Mensch sich als Beobachter in der Welt als Teilsystem bewegt, entsteht seine Individualität immer im Kontext zu anderen Teilsystemen oder Individuen, als Variante welche wiederum auf andere Teilsysteme einwirkt. Die Verschränkung zwischen den Individuen bleibt ebenso erhalten, selbst wenn sie sich Individuen wieder voneinander entfernen.

Diese Kontext -Eigenschaften in der Physik führt hin zu dem Begriff ‚Selbstähnlichkeit’. In der Natur beobachten wir Selbstähnlichkeit als fraktale Muster. Ohne Selbstähnlichkeit würden in der Sprache des Menschen Begriffe nicht existieren und in der Musik nicht der Begriff Musikstil.

„Nach neueren Studien von Neuropsychologen der McGill University im kanadischen Montreal aktivieren unbekannte Geräusche das „limbische Belohnungssystem” – also jene Hirnregionen, die uns auch beim Sex und bei einem gelungenen Dinner Glücksgefühle vermitteln. Damit ist die Ausschüttung so genannter Endorphine – also körpereigener Opiate – verbunden. Sie gelten als Gedächtnis fördernd. Unser Gehirn, so die Schlussfolgerung der Kanadier, weist uns so womöglich seit Urzeiten auf wichtige akustische Veränderungen in der Umwelt hin, die eine Gänsehaut erzeugen und sich gleichzeitig ins Gedächtnis eingraben.”

Akustische Veränderungen in der Umgebung des Menschen rufen also im Menschen ‚Lust’ aus, solche Ereignisse im Gedächtnis festzuhalten. Der Mensch reagiert damit wie die Quanten in der Physik mit einer Verschränkung, die in ihm verhaftet bleibt. Dieses Verhalten ist aus der Evolution des Menschen in der Natur, erklärbar.

Ein ‚neuer Musikstil’ entsteht, wenn kulturelle Gegebenheiten im Menschen, welcher ihn zum ersten mal hört, eine bestimmte Emotionalität auslöst, die eine Selbstähnlichkeit zu einer gegebenen Kultur feststellt. Die Individuen treten miteinander in Wechselwirkung, wobei es zu fraktalen Mustern in der Ausbreitung des neuen Musikstils in der Gesellschaft kommt. Selbstähnlichkeit ist in der Musik sehr wichtig, denn unser Gedächtnis korreliert das gehörte ständig mit dem bereits gehörten Tonmaterial. Vorlieben für bestimmt Musik entsteht, weil wir uns an bestimmte andere Menschen oder akustische Umgebungen gebunden fühlen.

Wenn ich als Zürcher etwa folgendes Tonmaterial höre, so hat dies andere Auswirkungen als etwa für einen Ägypter, welcher die Emotionalität im Zusammenhang mit meiner Kultur zuerst erfassen müsste. Umgekehrt musste ich, Musik wie diese eines Sufi aus Ägypten, zuerst durch emotionale Prozesse meinen Vorlieben hinzufügen.

Die wahre Magie, welche hinter der Musik steckt, ist identisch mit der Magie der Existenz des Universums, die seltsame Welt der Quanten durchdringt auch das Verhalten des Menschen, bestimmt letztendlich auch dessen Psychologie. Der Schweizer Narr hat keine Antwort auf das, was Magie ist, oder er weigert sich eine Antwort auf diese Magie bereitzustellen.

Um zu verstehen, dass Musik etwas ist, welches auch ‚unabhängig’ vom Menschen existiert (im Sinne aber der Quantenphysik) beende ich diesen Beitrag mit entsprechender Musik. Darin gibt es keine ,mechanische Wirkung’, so wie in der von Wolfgang Böhler beschriebenen Computermusik nach klassischen Musiktheorien produziert. Die Natur der Erde will uns etwas mitteilen, mit der ihr eigenen Sprache, nur verstehen können es wenige, was aber lediglich an der begrenzten emotionalen Intelligenz des zuhörenden Menschen liegt, welcher die Musik ‚entschlüsseln’ will. Zwei Studenten haben es dennoch versucht, doch hören Sie selbst… (hier die SWR2 Seite dazu)

Neben dem „Musikinstrument Erde” ergänze ich hier mit Klängen, adaptiert für das Menschliche Gehör, verarbeitet u.a. von der Nasa:

Radiowellen des Saturn , aufgenommen durch die Sonde Cassini (Technische Seite).

Der Sound des Galileo plasma wave receiver (Technische Seite)

Der Sound des Ganymed Plasma wave receivers.

Der Sound der ersten Million Jahre des Universums. (Technische Seite)

Der Sound der ersten Million Jahre des Universum, Komprimiert zu 10 Sekunden, über ein Band von 50 Oktaven, und abgespielt mit konstanter Lautstärkerelation.

Was ist Musik nun wirklich, lässt sie sich letztendlich alleine mit menschlichen Begriffen formulieren?

Zum Schluss noch ein Hinweis für Berner:

B-A-C-H

 12 Apr 2009 @ 3:00 PM 
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osterregen_rueschegg

Der ‘Schweizer Narr’ wünscht allen seinen Lesern fruchtbare Ostern, Musik und Meditation.

Du bist’s, der zu euch spricht.

 

 

 Choral aus Cantata No.147, von Johann Sebastian Bach. Herz und Mund und Tat und Leben muss von Christo Zeugnis geben.

 

 

 

Johann Sebastian Bach ( 1685-1750 ) Kantate BWV 201, Chorusteil Geschwinde, ihr wirbelnden Winde. Das Messen der kreativen Kräfte, zwischen Phoebus und Pan.

 

 

 

 


Apollon,Artemis,Pan,Kyparissos

Apollon,Artemis,Pan,Kyparissos. Grafik: 'Der Schweizer Narr'

 

 

 

 

 

 


Kyparissos verwandelt sich in Trauerweide

Kyparissos verwandelt sich in Trauerweide

Vielleicht kehrt aus tiefer Trauer, die Liebe, einst in die Herzen der sich zurückgezogenen Seelen zurück, um sich der Welt in neuem Licht zu zeigen. Liebe ist stets zuerst ein Wagnis, dann ein Gleichgewicht zwischen Verstand und Harmonie, dann wieder Arbeit an sich selbst. Letztendlich ist die Liebe aber grösser als alle Macht und jeder Reichtum, wenn man sich ‘der Trauerweide’ in Ehrlichkeit und Wahrheitsliebe nähert.

 

 

Flower Arie aus Carmen, gesungen von Franco Corelli

 

Charlie Parker sagte alles ganz anders (Birds of Paradise) :

 

Das Schlusswort zu diesen Ostern, das gebe ich Nina Simone:

 

 

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Categories: Allgemein, Grafik, Kultur, Musik, Welt
Posted By: sCHwizzer Narr
Last Edit: 13 Apr 2009 @ 07 47 PM

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