Der aktuelle Miniblog: 20.10.2010


"Wir haben nichts diskutiert, was die Zukunft betrifft"

sagte Japans Finanzminister Yoshihiko Noda am G7 'Gipfeltreffen'...

aha, sehr verdächtig, meint der SN 


Der Präsident der chinesischen Volksbank, Zhou Xiaochuan sagte, China werde 'seine' Währungsreform schrittweise durchführen und den Renminbi nicht schockartig anpassen

Was der IWF offenbar bei anderen Währungen plant?  

 


Frage: Ist der US$ unterbewertet gegenüber dem Euro?

Antwort: Nein, die Währungen Euro und US$ sind beide überbewertet, aber der Euro ist gegenwärtig stärker.

Diese Aussage macht der Goldpreis, in der 'geglätteten Wert-Entwicklung' über die letzten 2 Jahre. Die Tendenz der letzten 2 Monate zugunsten des Euro beruht auf den Garantien welche die EU gegenüber Griechenland ausgesprochen hat und dem Exportmeister Deutschland. Solange eine ungebrochen hohe Nachfrage nach Gold vorhanden ist, sind die 'Fiat-Money' Wärungen überbewertet, während der Vertrauensverlust in die dominierenden Weltwährungen die Gold-Nachfrage bestimmt. Die Währungen müssen abgewertet werden

Das unter Notenbankern herumgereichte Zauberwort zur Ankurbelung der Wirtschaft heisst Preisniveausteuerung. Unter dem Deckmantel dieser 'Neo-Keynesianischen' Methode zur Inflationssteuerung sollen die Notenbanken den Westen aus der Falle der Deflation führen. Um den deflationären Preisschock in den USA zu beheben, müsste gemäss dieser Methode die US -Notenbank die Verbraucherpreise künstlich anheben, bis dass das Preisniveau ihren Vorstellungen wieder entspricht. Auf Deutsch könnte man diesem Verfahren auch den Namen Vergangenheitsbewältigung geben, denn eine Preisniveausteuerung basiert auf dem Versuch einen in der Vergangenheit liegenden Idealzustand mit einer bestimmten Inflationsrate wieder herzustellen.  Ein vom Markt ausgelöster Preisschock wird durch einen Notenbank-Preisschock in der Gegenrichtung bekämpft. Da die Zeitspanne bis zum Wiedererreichen des Preis-Niveaus durch das Verfahren limitiert kurz ist, müssten die USA initial um an ein Inflationsziel von ca. 3% zu kommen (tiefer macht kaum einen Sinn mit dieser Methode) einen sehr starken Preisschock auslösen. Die oben angebrachte Bemerkung des Chinesischen Volksbank-Chef Zhou Xiaochuan erscheint nun in einem neuen Licht. 

Der Schweizer Narr

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